Materie.
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23) Nach dieser Ansicht sind also die Atome derjenigenKörper, welche krystalüsiren, regelmäfsig geformt, eine Hy-pothese , welche die Erscheinungen am leichtesten erklärt undinsofern mindestens einige Unterstützung in der Erfahrung hat,
I als die Formen der Theile bei fortgesetzter Theilung sichgleich bleiben, mithin auch als gleichbleibend betrachtet wer-! den können, wie weit man auch die Theilung fortgesetzt den-ken mag 1 . Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, daTs es nurwenige Krystalle einfacher Stoffe giebt, nämlich dbn Diamantund die meisten Metalle, alle übrige bestehn aus binären odermehrfach binären Verbindungen, und es ist sonach die Frage,ob die zur Bildung dieser Krystalle dienenden Atome gleich-falls für geformt zu halten sind. Die Beantwortung derselbenführt indefs zu einer andern, nämlich ob Gründe vorhandensind, alle Atome für geformt zu halten, und falls diese ver-] neint werden sollte, welche von ihnen.
| Wenn die atomistische Hypothese hierüber keine Auskunft
giebt, so berechtigt dieses keineswegs dazu, der entgegenge-I setzten dynamischen den Vorzug einzuräumen, denn diese läfstüber die verschiedene Beschaffenheit der Körper völlig imDunkeln. Da es jedoch unmöglich ist, über diese aufser denj Grenzen der Erfahrung liegende Probleme nur mit überwie-gender Wahrscheinlichkeit, viel weniger mit Gewifsheit, ir-^ gend etwas zu bestimmen, so läfst sich blofs etwa Folgendesangeben. Zuvörderst ist eine Verschiedenheit der einzelnen1 materiellen Stolle keinen Augenblick zu bezweifeln; dennBiot 2 sagt mit Recht, das Gold z. B. und jeder sonstige ein-fache Körper bleibt stets derselbe und mit den nämlichen Ei-genschaften versehn, wie vielfach auch die Verbindungen seynmögen, in welche wir denselben bringen. Zweitens mufs je-des Atom der Natur der Sache nach geformt seyn, denn esbleibt stets materiell, mithin ausgedehnt, und jede Ausdehnung,
Art. Krystall, insbesondere Krystallogenie. Bd. V. S. 1340. NachSavart zeigen auch nicht krystaüisirte Metalle auf ihrer Oberflächeeine Art krystallinischen Gefüges, welches namentlich beim Moiremetallii]ue sichtbar wird. An. Ch. Ph. XLI. 61.
1 Auch nach de la Metuerie in Jouru. de Phys. T. LXXh p.417. kommt die Gestalt der Molecülen bei der Bildung der Körpernicht weniger in Betrachtung als ihre Masse.
2 Traite u. s. w. T. I. p. 5.