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6,2 (1836) Ma
Entstehung
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Materie.

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Thatigkeit oder Veränderung, also auch ohne Bewegung, in-sofern es doch wohl keinem Zweifel unterliegt, dafs die Ma-terie als ruhend und ohne Thatigkeit vorgestellt werdenkönne K

17) Ist es somit erwiesen, dafs die von uns vorgestellteMaterie ausgedehnt und den Raum erfüllend genannt werdenmüsse, so ist hiermit die zweite ihr nothwendig zukommendeEigenschaft, nämlich die Undurchdringlichkeit, von selbst ge-geben, indem diese weiter nichts sagt, als dafs durch das an-genommene Seyn derselben im Raume das Vorhandenseyn ei-ner andern Materie in ebendemselben ausgeschlossen wird.Um hierbei Mifsverständnisse zu vermeiden, mufs man zu^e-stehn, dafs das Wort Undurchdringlichkeit, welches seine al-ten usurpirten Rechte auch gegenwärtig noch behauptet, nichtganz zweckmäfsig gewählt sey, indem das Durchdringen so-viel als ein temporäres Hindurchgehn bezeichnet, die Undurch-dringlichkeit der Materie aber eine bleibende Anwesenheit ei-ner Materie in dem von einer andern Materie bereits erfülltenMaterie ausschliefst. Will man indefs hierbei nicht zu strenae

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seyn, so mufs eine durchdringende Materie auf jeden Fallwährend einer endlichen Zeit in dem gegebenen Raume an-wesend seyn, während welcher in dem von ihr eingenom-menen Raume eine andere nicht zugleich seyn kann, weil sonstzwei in Beziehung auf diese wesentliche Bedingung ihre Exi-stenz, nämlich die Raumerfüllung, als verschieden gesetzteMaterien zugleich auch gleich seyn müfsten, was ein unmit-telbarer Widerspruch seyn würde, und somit kann das hierdurch

1 Moelweide in Gehlen’s Journ. 1806. Tli. I. S. 658. hat bereitsdiese Aufgabe sehr klar und bestimmt gelöset. Er sagt: ,,Es ist son-derbar, dafs Kant den Satz des zureichenden Grundes selbst auf,,die Materie amvendet, und doch den Satz des Widerspruches nicht„darauf angewandt wissen will. Man kann ihm aber eben so gut, wie„er sagt, dafs der Satz des Widerspruchs keine Materie zurücktreibe,„entgegensetzen, dafs noch viel weniger der Satz des zureichenden„Grundes eine Materie in Bewegung halte. Kant scheint mir hierbei„olfenbar zu schikaniren$ denn es ist ja nicht davon die Rede, was„der Satz des Widerspruchs oder zureichenden Grundes bewirke, son-dern was aus dem Erfahrungsbegriffe der Materie nach den Gesetzen„des Denkens nothwendig folge.“ Vergi. J. T. Mayer in Gren’sJourn. VII. 211 u. 212.

VI. Bd.

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