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6,2 (1836) Ma
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Materie.

die Beweglichkeit der bereits als existirend gedachten Materieerst dann gegeben werden kann, wenn ein neuer Begriff,nämlich der einer Veränderung ihres Orts, hinzukommt.

Die erste Bedingung des Seyns der Materie, wie sie vonuns vorgestellt wird, ist also Ausdehnung. Diese Ausdeh-nung mufs aber nach drei Dimensionen statt finden , weil we-der die geometrische Linie noch die Fläche für materiell gilt,Die Materie ist aber nicht die blofse Ausdehnung, denn die-ses ist ein abstracter Begriff, noch auch das Ausgedehnte,der Raum, welchen die Geometrie mifst, denn wir nennenebensowenig den Raum, welchen drei Linien einschliefsen,als denjenigen, welcher durch sechs gleiche quadratische Flä-chen umschlossen wird , materiell, überlassen vielmehr dieAusmessung des blofsen Raumes der Geometrie, welche dennach drei Dimensionen ausgedehnten Raum sogar einen Kör-per, aber in dieser Beziehung einen geometrischen nennt, so-fern sie nichts anderes als die Grenzen des Raumes berück-sichtigt 1 . Weil aber die Materie durch ihre Ausdehnung denRaum giebt, welcher ohne die Materie ein nicht materieller,blofs geometrischer seyn würde, mufs sie auch nothwendigim Raume anwesend seyn, mithin das Leerseyn desselbenaufheben, ihn folglich erfüllen, und man ist also hiernachbezwungen zu gestehn , dafs die unserer Vorstellung gegebeneMaterie den Raum durch ihr blofses Seyn, durch ihre Exi-stenz erfülle. Pliergegen kann die Porosität vieler Körperkeinen Einwurf bilden, denn wo Poren sind, da ist an sichkeine Materie. Kant hat zwar hiergegen eingewandt, dafsdie Materie den Raum nicht durch ihre blofse Existenz er-füllen könne; weil einen Raum erfüllen so viel heifse, als je-dem Eindringenden Widerstand leisten , wozu eine Kraft er-fordert werde, allein gegen dieses Argument haben sich be-reits Mayer und v. Busse erklärt 2 , und es fällt auch leicht indie Augen, dafs dasselbe auf einer falschen Definition be-ruht, ans welcher dann weiter geschlossen wird; das Wi-derstandleisten gegen eindringende Materie setzt eine Thä-tigkeit der letztem, als bereits existirenden, voraus, da dochnur erst von ihrer Existenz die Rede ist, ohne irgend eine

1 Yergl. Mcsschenbroek Introd. T. I. (J. CXLVIII. ff.

2 An oben ang. Orten.