Der Ueberblick dieser magischen Quadrate ergiebt, dafs siezuvörderst die angegebenen Eigenschaften der gleichen Sum-men haben; aufserdem aber enthalten sie so viel Ziffern ausder Reihe der natürlichen Zahlen von 1 an gerechnet, als dieQuadratzahl ihrer Seiten beträgt.
Die erste bekannte Erwähnung der magischen Quadratefindet sich bei Mahuel Moschopulus aus etwa 1300 nachChr. Geburt, ohne dafs ausgemacht ist, ob dieses von demaltern oder jungem Gelehrten dieses Namens herrührt 1 . Vielweiter ging der durch seine Gelehrsamkeit und vielfachenSchicksale berühmte Conisr, Agrippa von Nettesheim (st.1535), welcher vielfach in den Verdacht der Zauberei kam 2 .Dieser construirte die 7 magischen Quadrate vom dreiseitigenbis neunseitigen, was ohne Zweifel astrologische Beziehunghatte. Es soll nämlich von den Aegyptiern und Pythagoräernherriihren, die Bahnen der damals bekannten 7 Planeten durchdie magischen Quadrate zu bezeichnen. Hiernach gehörte das-jenige, welches 3 zur Seite hatte (also neunzifferige), demSaturn, das von 4 dem Jupiter, das von 5 dem Mars, von6 der Sonne, von 7 der Venus, von 8 dem Mercur uud von9 dem Monde, das von 2 der unvollkommenen Materie (weildarin zwar die verticalen und horizontalen Summen, nichtaber die diagonalen gleich sind), und Gott selbst endlich wur-de durch das Quadrat von einer Seite, also mit der Ziffer 1bezeichnet, welche auf jede Potenz erhoben keine Vermehrungerhält. Das jedesmalige Quadrat wurde zu- gröfserer Wirk-samkeit auf das Metall des Planeten gravirt und mit einemPolygon umgeben, welches in einen in so viele TheilegetheiltenKreis, als die Zahl der Seite des magischen Quadrats betrug,
1 Die Handschrift des Moscbopulcs, welche diesen Gegenstandenthält, befindet sich nach Hutton Dict. II. p. 6. in der Pariser Bi-bliothek.
2 Dessen Dächer de occulta Philosophia. In Opp, Per BekihgosEr. ohne Jahrzahl.