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Biographische Notizen über Nathan Meyer Rothschild : nach engl. Quellen
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Hältnisse brachten auch den Papieren der andern euro-paischen Staaten einen bedeutenden Stoß bei, die sich da-mals auf dem Markte befanden, und namentlich wurden dieNeapolitanischen so bedeutend niedergedrückt, daß diemeisten Theilnehmer zurücktraten; das Haus Rothschildwar daher genöthigt, die ganze Last dieser Anleihe mit allenihren Verlusten allein zu tragen.

Ein anderes Ercigniß, wodurch dasselbe großen Gefah-ren ausgesetzt wurde, war Villöle's Project der Umwandlungder Renten. Zum großen Glück für Rothschild wurde esdurch die Ueberwiegenhcit von Einer Stimme in derPairs-Kammer, welche die Gegner des Projects mehrhatten als die Beförderer, nicht ausgeführt; wäre es jedochzur Ausführung gekommen, so würden die Convulsionen aufdem Geldmärkte von Europa, die gleich nach dieser Zeit ein-traten, ihm sicher mit einer solchen Last auf der Schultertrotz aller bedeutenden Mittel und Hülfsqucllcn verderblichgeworden sein. Er hat es in jener Zeit in der That selbstausgesprochen, daß weder er, noch die bei diesem Unterneh-men interessirten Hauser im Stande gewesen wären, deinStoße Widerstand zu leisten.

Ein höchst gefährliches Geschäft für Rothschild warauch die 4procentige französische Anleihe, d> er kurz vorden »drei Julitagcn« mit Polignac abschloß, und die un-mittelbar nachher um 20 bis 3V p. C. oder um noch mehrsiel. In der That standen diese Papiere lange Zeit in ei-nem so schlechten Ruf, daß sich kaum ein Käufer dazu fand;doch war dies Geschäft eigentlich mehr nachtheilig für seineTheilnehmer, als für ihn selbst, da sie den größten Theildieser Stocks ihm bereits abgenommen hatten. Man machte esihm >jn jener Zeit zum bittersten Vorwurf, daß er seineFreunde diesmal gänzlich ohne Hülfe ließ; doch muß man