Pendelbeobachlungen,
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ist aber 0'',40 grosser als diese Summen. I>ics kommt daher,dass Mutige die Resultate der Beobachtungen, so wie sie un-mittelbar aus den Zcnilhdistanzcn an je zwei Punkten hervor-gegnngen sind, angenommen bat. Auch beruhen die beidenzuletzt angeführten Resultate nicht auf allen Sternen. Manmuss sich übrigens Unvollkommenheiten der Beobachtungenzwar gefallen lassen, da sie nur verkleinert, nicht vermiedenwerden können; allein über diese Unvollkommenheiten mussimmer so verfügt werden, dass sie die Gleichheit von Grössen,welche der Natur der Sache nach vorhanden sein muss, nichtbeeinträchtigen. liier ist blos die Bedingung, dass alle an zweiPunkten beobachteten Sterne eine gleiche Amplitudo zwischenderselben geben müssen, verfolgt, dagegen die eben so wesent-liche Bedingung, dass die Summe zweier fheile einer Ampli-tudo der ganzen gleich sein muss, nicht beachtet worden. Einerichtige Verbindung der Beobachtungen an den verschiedenenStationen muss den Widerspruch völlig vernichten. Als ihnBcsscl bemerkte, schien es ihm nöthig, die Resultate hiervonzu reinigen, wenn es sielt auch bei der vorhandenen Uebercin-stiinmung der Beobachtungen erwarten liess, dass die dadurchzu erlangende Verbesserung der Amplituden nicht über einigeZehntel einer Secundc gehen werde.
Uebrigens hat B e s s c 1 nicht die Absicht gehabt, an Mudgc’seigenen Rcductioncn seiner Beobachtungen etwas zu ändern.Indessen fand sich, dass einer der an allen Stationen beobach-teten Sterne (a Aurigae) unrichtig auf den Anfang des Jahres1802 reducirt war. Der Fehler beträgt etwa 18", und istvcrmuthlich aus der Anbringung der N’ulation mit falschenZeichen entstanden.
Pendelb e oh ach tung e n.
Ein leichteres und sichreres Mittel als Gradmessungen sindPendelschwingungen für die Bestimmung des Axenverhällnissesdes Erdsphäroids. Freilich sind Pendelbeobachtungen zu die-sem Zweck viel später als Gradtnessungen angcstcllt worden,