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Astronomische Geographie.
weil sich auch ein Einfluss der Schwere auf den Körper desInstrumenfs, mit dem ursprünglichen Theilungsfchler vereinigt,nur durch die Beobachtungen selbst mit Sicherheit erkennenlässt. — Die Gradmessung umfasst gegenwärtig 16 Gradodes Meridians. Wenn man nun darauf ausgeht, diese ganzeAmplitude mit einiger Sicherheit aus den Beobachtungen abzu-leitcn, so muss man das Verhältniss eines, auf dem Bogen desSectors angegebenen, Grades zu einem wahren Grade sehr genauzu erkennen suchen. Aus Everest’s neuen Rechnungen überliambton’s Beobachtungen in Daumeragidda und die seinigenin Takal Iv’hcra ist schon Etwas hervorgegangen. Indem näm-lich Everest die Polhöhen beider Punkte mittels Vergleichungaller, an beiden beobachteten, Zenithdistanzen mit dem Pond’-schen Verzeichnisse von 1112 Sternen für 1830 bestimmte,fand er den Unterschied derselben grösser, als sich den Reb-lern der Beobachtungen wahrscheinlich zuschreiben lässt.Hierdurch wird also der Zusammenhang der einzelnen Theiloder Gradmessung gestört. Bessel’s Bemühungen, ihn wiederhcrzustellen, beabsichtigten daher die genauere Ermittelung derAmplituden der einzelnen Thcile und des gemessenen Bogens.Bessel hat nun die, bei seinen Rechnungen x ) angewandten,Elemente vollständig angeführt, damit seine Resultate geprüftund die zu hoffende Fortsetzung der Gradmessung genau gleich-förmig berechnet werden könne. Ferner hat Bessel die Zc-nithdistanzen stets auf den Anfang des Jahres, in welchem siebeobachtet worden sind, mittels der Tab. Regiom. reducirt.Die zweite Untersuchung widmete sehr bald nachher Bessel 1 2 )einem Theile der von Mud ge ausgeführten englischen Grad-messung. Es fand sich nämlich in dem Berichte Mudge’s 3 )eine Inconsequenz, welche, Bessel’s Meinung nach, hätteausgeglichen werden sollen. Die Amplitudo zwischen Dunnoscund Clifton (2° 50' 23",58 gefunden) sollte mit der Summeder Amplituden zwischen Dunnose und Greenwich (0° 51'51",59)und Greenwich und Clifton (1° 58' ol"^) übereinstimmen,
1. Astron. Nadir. No. 334 u. 335.
2. Aslron. Nadir. No. 336.
3. Philos. Trnnsact. 1803. p. 383 — 508.