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2 (1844)
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Astronomische Geographie.

allein da jene noch feiner sind als diese, begangene Fehlerjedoch wegen des Schlusses von kleinen gemessenen Grössenauf ungleich grössere leicht bedeutende Unrichtigkeiten erzeu-gen, so sind einige der durch Pendelbcobachlungcn erhaltenenBestimmungen noch abweichender als die, welche aus denGradmessungen gefunden werden. Gewöhnlich geben aber gutePendelbeobachtungen eine bisher unerwartet grosse Abplattung.

Als Grundlage zur Bestimmung der Abplattung pflegteman meistens diejenigen Pendellangen zu benutzen, welche La-place 1 ) aus den Beobachtungen entnommen, auf das Niveaudes Meeres und den luftleeren Baum reducirt, nach der Tempe-ratur corrigirt und zur Bestimmung der Abplattung berechnet

hat. Er fand letztere = - . Weil dieses Resultat sehr

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nahe mit demjenigen übereinstimmt, welches man aus der Ver-gleichung der grossen französischen Gradmessung mit der pe-ruanischen gefunden und der Bestimmung der Länge des Me-ters zu Grunde gelegt hatte, so begnügte man sich anfangsdamit. Nachher aber suchten B i o t, Arago, Cliaix, Mat-thieu und Bouvard die Pcndellängen an den llauptorten indem durch ganz Frankreich gemessenen Meridiane zu bestim-men, und setzten diese Operationen, namentlich Biot, durchEngland bis zu der Insel Unst fort. Sie fingen damit 1807 inFormcntera an und wurden erst, unter häutigen Unterbrechungen,nach 10 Jahren fertig 2 _). l)ie Kenntniss dieser Arbeiten undbesonders das auffallend abweichende Resultat der englischenGradmessung bewog die Engländer zu dem Wunsche, ihreübrigens sehr genau ausgeführte Gradmessung zu controlliren.Davies Gilbert brachte diesen Wunsch vor das Parlament;auch wandte man sich im Jahre 1816 an den damaligen PrinzRegenten, und derselbe empfing den Auftrag zur Ausführung.Es bestimmte nun Kater die Pendellängcn an den llauptortender englischen Vermessung, zuerst aber die absolute Länge desSecundenpeudcls in London mit grosser Schärfe. Er führteauch die allgemeinere Anwendung des unveränderlichen Pendels

J. Mac. cel. L. 111 c. V. §. 42.

2. Biot Astrmi. III. j>. 169.