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2 (1844)
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Aslronotnische Geographie.

Erst im Laufe des driften und vierten üeeennium unseresJahrhunderts wurden wieder kritische Untersuchungen ältererGradmessungen, und zwar mit neuern Hilfsmitteln (scharfem Be-rechnungsmethoden und genauem astronomischen ElcmenteuJvorgenommen. Man verdankt solche ausgezeichnete Arbeitenbesonders den unverdrossenen Bemühungen 11 osen berge r’s,Ilanscn’s und Bessel’s. Ihr Gegenstand waren die Grad-messungen des Maupertuis, Svanbcrg und Mudgc.

Als Bessel eine ihm eigentümliche Methode, aus geo-dätischen Vermessungen die wahrscheinlichsten Resultate her-zuleiten, seinem ehemaligen Schüler Rosenberger mifgctheilthatte, ward Letzterer, um durch die Anwendung dieser Me-thode auf ein Beispiel genauer mit ihr vertraut zu werden, ver-anlasst, die wahrscheinlichste Figur des Netzes zu untersuchen,wodurch Maupertuis und seine Begleiter die Endpunkte desvon ihnen gemessenen terrestrischen Bogens verknüpft haben.Bei diiser Gelegenheit wurde er gewahr, dass die oft angc-fochteue Arbeit der französischen Akademiker doch nicht alleihr gemachten Vorwürfe verdiene, und dass also eine noch-malige Revision derselben nicht ohne Interesse sein möchte.

Der Erfolg hat diese Meinung bestätigt. Rosen berge r’sResultate seiner, in dieser Hinsicht angestellten, Rechnungenstehen mit dem nöthigen Detail in No. 121 und No. 122 derAstron. Nachr., nebst vorausgeschickten Bemerkungen über dasWesen der Bcsscl’schen Methode.

Rosenberger beschäftigt sich nämlich in seiner Ab-handlung zuerst mit der Figur und Orientirung des Maupcr-tuis’schcn Netzes, ferner mit den beiden Quadranten und denastronomischen Beobachtungen, und gelangt endlich zu demganz unbezvveifelten Schlüsse, dass die von den französischenAstronomen bestimmte Weite ihres Meridianbogens unmöglichum 12" fehlerhaft sein könne, und dass der grosse Unterschied,welcher sich zwischen den Resultaten ihrer Vermessung undder neuern von Svanbcrg angestellten bildet, auf andereWeise erklärt werden müsse. —

S va n he rg’s Bestimmung gründet sich auf Beobachtungenmit einem Kreise von Lenoir, gegen welches Instrument neuereBemerkungen und Erfahrungen das demselben ehemals ge-