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2 (1844)
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185
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Kritische Untersuchungen älterer Gradmessungen. 185

Die Beobachtungen v. Krayenhoff’s Hessen einengrossen Fehler in der batavischcn Gradmessung von Mus-s eh en brock entdecken. Die neuern Messungen ergabennämlich nur 57064 Toisen für den 51. Breitengrad, die An-wendung aus jenen Operationen dagegen 58299 Toisen.

Eine durch v. Lindenau angestellte Untersuchung derperuanischen Giadmessung war für die Genauigkeit derselbennicht günstig. Aus verschiedenen Combinationen der gemesse-nen Bogen nämlich und der correspondirenden astronomischenBreitenbestimmungen folgten für die, daraus resultirendcn,Werthe eines Breitengrades am Aequator Unterschiede vonmchrern hundert Toisen. Dennoch schfeint für den mittlernWerth aus den zuverlässigsten Resultaten stets eine Unge-wissheit von 70 bis 100 Toisen übrig zu bleiben. Auch I)e-lambre schätzte die peruanische Gradmessung für nicht sovorzüglich, als die nordische von Maupertuis. Oltmannshielt seit dem Jahre 1808 vollends gar nichts von den Mes-sungen B o u g u e r’s und C o n d am i n e’s 1 J. Indessen berich-tigte er die Längenbestimmungen, indem seine sorgfältig an-gestellte Discussion älterer und neuerer v. H u m b o 1 d t’scherBeobachtungen nachgewiesen, dass die frühere Länge vonQuito um 45 Minuten unrichtig war.

Im Jahre 1811 erschien von Ideler ein historisch ge-haltener Aufsatz über die Gradmessungen der Alten 2 }; aberder früher gemachte Versuch, aus einer Filtern Gradmessungder Jesuiten in China durch genauere Reduction des Massesein brauchbares Resultat herzuleiten, war nicht gelungen. Dennjene Messungen hatten für den 40. Grad der Breite den Me-ridiangrad zu 57726,3 Toisen gegeben, was um mehr als 700Toisen von der Theorie abweicht 3 }. Bald nachher machteOltmanns seine Kritik der Cnmpe’schcn Vermessung vonOstfriesland bekannt.

1. Monnll. Corr. XVII. S. 93 u. f.

2. Monnll. Corr. XXIII. S. 453 u. f.

3. Za Ende des Jahres 1804 durch van S will den, die Bestim-mung- des, von P. Thomas gebrauchten, Masses betreifend. Man s.Monnll Corr. X. S. 522.