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Astronomische Geographie.
aller Masse aus den Dimensionen des Erdkörpers zu entnehmenund sonach jede Länge mittels eines bestimmten Verhältnisseszu diesem auszudriieken, sehr sinnreich nennen. Auch ist dasganze, auf den Meter gegründete, dekadische Mass- und Ge-wichlssystem der Franzosen streng wissenschaftlich. Aber diegrosse Abweichung desselben von dem, was seit Jahrhundertenim Geschäftsleben als Mass und Gewicht bereits im Gebrauchesich befindend die Herrschaft der Gewohnheit errungen hat, setztder allgemeinen Einführung jenes, allerdings grosse Vortheileund wichtige Vorzüge besitzenden, Systems fast unbesiegbareSchwierigkeiten entgegen. Selbst unsere astronomischen undlogarithmischen Tafeln sind noch jetzt im Sexagesimalsystcinconstruirt; eben so werden in Frankreich die Beobachtungender Astronomen, die neuesten .Sonnen- und Mondsfafeln, dieConn. d. T. u. s. w. im alten Systeme gegeben, und dies wohlmit vollem Rechte. Dass einige deutsche Astronomen, wie z. B.v. Littrow, in neuerer Zeit angeläugen haben, die Minutenund Secunden in Decimaltheilen resp. des Sexagesimalgradcs unddes 24. Tlieils des Tages auszudrücken, können wir nicht alsdurchgängig vortheilhaft anerkennen. Endlich haben wir nochzu bemerken, dass wegen der, von jeher stattgefundenen, enor-men Verschiedenheit der Längenmasse Deutschlands Hauff inAugsburg zu deren Vereinigung auf ein gemeinschaftliches Massschon im Jahre 1809 in seiner Darstellung des natürlichenMasssystems die Länge des einfachen Secundenpendcls als ein,von der Natur selbst genau bestimmtes, geradliniges Längenmassvorgeschlagen hatte.
Eine zweite neue Gradmessung ward in dem jetzigen Jahr-hundert im Norden Europa’s angefangen und vollendet. Einegenaue Revision der Bestimmungen von Maupertuis ergabnämlich das Resultat, dass dessen Gradmessung der erforderlichenGenauigkeit ermangele. Deshalb wurde jene Gradmessung be-schlossen, für welche besonders M e 1 a n d e rh i e Im *_) sich sehrintcrcssirte. Auf sein Ansuchen genehmigte im Jahr 1801 derKönig von Schweden die neue Vermessung in Lappland, derenAusführung den Mathematikern und Astronomen Svanberg,
]. Monntl. Corr. V. S. 156 ». f.