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Astronomische Geographie.
r.in 1 durch eine hohe Ausbildung - der Theorie und der Beobach-tungsmethoden zu erreichen.
Ungemein viel geschah seit dem Jahre 1801 für Beides,so dass die jetzigen Mittel Behufs der Erlangung genauererBestimmungen alle frühem allerdings weit übertreiben. Dochblieb der davon gehoffte eigentliche Erfolg aus. Denn wennauch in den bisherigen Thcilen unserer Geschichte der Astrono-mie fast stets von höherer Ausbildung und Vollkommenheit astro-nomischer Theorien die Rede sein konnte, so ist dies hier leidernur zum Theil der Fall. Namentlich war es den vereinigtenBemühungen der Geometer und Astronomen im ersten Decenniurades gegenwärtigen Jahrhunderts nicht gelungen, die Kenntnissvon der Gestalt der Erde zu berichtigen oder zu erweitern.
Gegen das Ende des vorigen Jahrhunderts wurde in Frank-reich eine ganz neue Messung des Meridians von Dünkirchenbis Barcellona durch den Nationalconvent zu Paris anbefohlen,um die Grösse des Quadranten eines Erdmeridians bestimmenund von diesem den zchnmilliontesten Theil als Messeinheit an-nehmen zu können. Borda schlug hierbei die Verwendungder, von ihm neu empfohlenen, Wiederholungskreise vor, undMeohain und Belambre erhielten 1 ) die Ausführung dergrossartigen Operation. Mechain sollte den südlichen Bogenvon Rodez bis Barcellona, und Delambrc den nördlichen Bo-gen von Rodez bis Dünkirchen vermessen. Aber diese Arbeitenwurden Anfangs sehr oft gehindert, besonders durch die damalsin der Revolution so häutige Vernichtung der Thürme, weil da-durch viele Stationen, welche bei Cassini’s und Eacaille’sMessungen benutzt worden waren, unbrauchbar wurden. Alleterrestrischen und astronomischen Beobachtungen machte manmit dem Mayer-Bord a’schen Multiplicationskreise. Bei Me-lun wurde mit vier, von Renoir gefertigten, Plafina-Mess-stangen eine Grundlinie von 6075,9 und bei Perpignan einezweite Basis von 6006,25 Toisen gemessen, letztere als Vcri-fication der trigonometrischen Operation. Das Resultat aus denDreiecken mit der directen Messung stimmte bis auf 10 Zoll.Die äussersten Punkte der Gradmessung waren Dünkirchen
1. Monatl. Corr. VII. S. 181 u. f. ; Cmm. d. T. j>. Van X.