Längcnheslimmung durch Monddislanzen.
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Monddistanzen verdankt man Oltmanns ] ) eine lehrreicheAbhandlung, die 1810 erschien. Von spätem, in die Jahre1811 bis 1815 fallenden Versuchen, die Längenbestimmungenzur See zu erleichtern, kann folgender angeführt werden. Ineiner kleinen Broschüre 1 2 ) gab Lieutnant B u 1 kely eine mechani-sche Vorrichtung, mittels welcher ohne Rechnung aus der be-obachteten scheinbaren Distanz und den Höhen beider Gestirnedie wahre Distanz sich finden lässt. Um jene Zeit lieferteauch der Engländer Miers eine Uebcrsetzung der nautischenAstronomie Rossel’s, und von Mendoza’s grosser Tabellen-sammlung für Nautik erschien eine neue verbesserte Ausgabe.
Alle bisherigen Berechnungsweisen der beobachteten Mond-distanzen wurden aber endlich in jeder Hinsicht durch ß e s-sel’s neue llercchnungsart für die nautische Methode derMonddistanzen, die im Jahre 1852 bekannt wurde 3 ), weitüberlrolTen. Bes sei hat in seiner berühmten Abhandlung zu-erst die drei Tlieile der Auflösung des allbekannten Problemsnäher betrachtet. Den ersten und schwierigsten Theil: die Ver-vollkommnung der Monds-, Sonnen- und Planetentafeln 4 ), kannman für den nautischen Zweck vollkommen genügend anselien.Der zweite Theil der Auflösung der Aufgabe, nämlich die Be-obachtungen der Distanzen, ist durch die jetzige genaue Ver-fertigung der Reflectionsinstrumcnte, ungeachtet der Kleinheitderselben, dennoch so weit gebracht, dass die auf einem beweg-lichen Schilfe erreichbare Grenze von Genauigkeit wirklich er-reicht werden zu können scheint 5 ). Dagegen leidet der dritte
1. Monall. Corr. XXII. S. 301.
2. Dcscription oj a pract. diagram, for obtain. in a simple and easgmanncr the Uorrcct. of tlie lunar dist. as obsero. by a Sextant.
3. Aslron. Nadir. ZV«. 218, 219 n. 220.
4. Schumacher hat nämlich die Planeten in der Praxis der nau-tischen Methode eingeführt, und zugleich erwähnt, dass die erste Idee,Distanzen der Planeten für die Längenbestiminung zu benutzen, demDänen v. Löwenörn gehöre. — Ehe Schumacher’s Epheineridenerschienen, hatte auch bereits Inghirami Planetendistanzen vomMonde in v. Zach’s Corresp. aslron. gegeben.
5. So zeigen z. B. die neuern Bemühungen von Sabine, dass manmit ausgezeichneten Beobachtungswerkzeugen eine Längenbestiminung