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6,1 (1831) L
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Messung durch Monddistanzen.

Die Berechnung der Monddistanzen ist an sich weder weit-läufig noch schwierig, indem sie nur die Auflösung zweier sphä-rischen Dreiecke zum Gegenstände hat, die einen Winkel ge-mein haben, dessen einschliefsende Seiten veränderlich sind.Diese letztem sind die Zenithdistanzen beider Gestirne, welchedurch Refraction und Parallaxe, die besonders beim Monde vonBedeutung ist, geändert werden. Dieser Einfachheit ungeachtetgiebt es wohl keine Aufgabe der praktischen Astronomie, derenBerechnung man mehr abzukürzen gesucht hätte, wie diese.Wir haben dafür directe Auflösungen , Näherungsformeln , gra-phische Methoden undReductionsinstrumente. Wenn auch dieseBemühungen zunächst dem im mathematischen Calcul wenigergeübten Seefahrer galten, wenn besonders früher liier und dadas Vorurtheil herrschend war, als ob wissenschaftliche Bildungsich mit dem Muthe, dessen der Seemann bedarf, weniger ver-trüge, so waren nichts destoweniger jene Erleichterungen auchdem geübtem Rechner willkommen und das beste Ermuntemnas-mittel zur fleifsmen Ausübung dieser Methode. Auch der Astro-nom auf seinem Studirzimmer sucht öfters wiederkehrende Rech-nungen durch Methoden und Idiilfstafeln abzukürzen ; wie vielmehr tritt dieses Bedürfnifs da hervor, wo man in der unbe-cjuemsten Lage, im Getümmel des SchifFslebens, oft im Gedrängebesorglicher Umstände eine solche Rechnung abzuthun hat !

So viel auch zu diesem Behufe Euler, Kraft, Dunthorne,de Borda, Löter Royo , Galiano, Huber, Maskelyne,Lyons, Menijoza, Bowditcii, Legendre, Delamere, Gar-rard, Giraudi, Guetratte, Horner u. A. sich bemüht ha-ben, den Formeln eine bequeme Gestalt zu geben, so viel auchhierin von Dunthorne *, Legendre 1 2 , Delambre 3 , Gue-tratte 4 , besonders von Mendoza 5 durch Bearbeitung mehr

1 Durch Einführung einer Tafel für den Quotienten aus dem

Cosinus der scheinbaren Moud- und Sonnenhöhen. Siehe die engl.Itequisite tables, den Cours d’Astronomie nautique p. Ducom. 8. 1820.und Guepratte’s Problcmes d’Astronomie nautique. 2 Vol. 8. 1823.

Sec. ed. Handbuch der Schilffahrtskunde.

2 Mdinoir.

3 Connaissauce des tems p. l’an XIV.

4 Additions aux probl. d’Astron. nautique.

5 A compleat collection of tables for navigation and nauticalAstronomy. 4. 1805. Seine Ilülfstafeln zur lleduction der Monddi-stanzen nehmen 345 Seiten in grofs Quart ein.