auch auf dieses Instrument angewandt, wodurch der Spiegelkreisentstand, dem die französischen Beobachter, mit ihnen auch neue-stens Capitain Sajubte , vor dem Sextanten den Vorzug geben.Allerdings werden durch die Repetition die Fehler der Excen-tricität und der Theilung gröfstentheils eliminirt; allein dieseVortheile werden durch den um die Hälfte verkleinerten Radiusder Theilunsr. das m-öfsere Gewicht des Instrumentes, das Un-bequeme der umgewandten Beobachtungen und besonders durchdie Schwierigkeit, so starke E’ernröhre wie bei Sextanten anzu-bringen, mehr als aufgewogen. Hierzu kommt noch besonderszur See der Umstand, dal's, wegen unbequemer Lage und Be-wegung des Schiffes, nicht alle Beobachtungen mit gleicherSchärfe gemacht werden können, wobei man beim Gebrauchedes Sextanten den Vortheil hat, jede fehlerhafte Beobachtungaus dem arithmetischen Mittel wegzulassen , während sie beimMultipliciren das Resultat auf eine unausweichliche Art ver-schlechtert. Auf den Sternwarten ist man von dem Principe desIlepetirens schon meistens zurückgekommen, indem die gewöhn-liche Eilfertigkeit dieses Verfahrens, das Spiel der Klammernund Mikrometerschrauben, die Spannungen und Dehnungen desInstrumentes seine Vortheile beträchtlich vermindern ; auchsollte es bei der heutigen Vollkommenheit der Theilmaschinenund der sorgfältigem Centrirung dem Künstler nicht schwer fal-len, auch jene Fehler gröfstentheils zu beseitigen. Zu wünschenist allerdings, dafs irgend eine vorzügliche Officin Englands oderdes Continents es sich zur Angelegenheit mache , diesem höchstbrauchbaren Werkzeuge sowohl durch die Vermeidung der ge-nannten Mängel, als besonders auch durch möglichste Fehler-losigkeit der Spiegel und Dämpfgläser diejenige Vollkommenheitzu geben , deren es allerdings fällig ist. Sollte es der Glasma-cherkunst noch gelingen , ganz streifenfreie Prismen zu verfer-tigen , welche hinreichende Vergröfserung vertrügen , so würdeein Refractionsquadrant nach Amici’ S Angabe 1 das vollkom-menste Werkzeug fiir Astronomie und Geodäsie ausmachen.Man würde dann Monddistanzen bis auf 160 Grade messen , dasie jetzt wegen der schwachen Reflexion des stark geneigtenSpiegels nicht über 125° gehen dürfen.
1 Correspondance Astronomique da Baron de Zach. Tome VI.
j). 554.