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Messung durch Monddistanzen.
znr See zu prüfen. Die Längenbestimmungen, die Niebuiirdamals in Aegypten auf diesem Wege machte, würden ohneZweifel wesentlich dazu beigetragen haben, die Methode derMonddistanzen in Credit zu bringen, hätte nicht der Tod seinesLehrers, Tobias Mater, den allzu bescheidenen Mann vonder Bekanntmachung seiner trefflichen Beobachtungen zurück-nehalten , bis sie endlich im Jahre 1801 von dem neuesten Ver-
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besserer der Mondtafeln, Prof. Bürg in Wien, in Rechnunggenommen und von dem Baron v. Zach 1 herausgegeben wur-den. Mit Cook, begann darauf im siebenten Decennium des vo-rigen Jahrhunderts eine neue Epoche für die Längenbestimmun-gen zur See, an welcher besonders die Monddistanzen , die erin ungewöhnlichem Mafse vervielfältigte, den wichtigsten An-theil hatten. Seitdem sind sie auf allen gröfsern Reisen , zumalden Entdeckungsreisen, in beständiger Anwendung und dieneuesten Bemühungen von Sarite zeigen, dafs ein geschickterBeobachter mit ausgesuchten Instrumenten auf diese Weise eineLängenbestimmung zuwege bringen kann, welche derjenigendurch Sternbedeckungen an Genauigkeit nur wenig nachsteht.
Die Methode der Monddistanzen zerfällt in zwei wesent-liche Arbeiten, die Beobachtung und die Berechnung. DieErstere gehört, zumal bei der oft unbequemen Lage auf demSchiffe und bei der Beweglichkeit des Standpunctes, zu denschwierigem Verrichtungen der praktischen Astronomie. Ge-wöhnlich nimmt man etwa fünf Beobachtungen nach einander,was die Engländer einen Set nennen, um aus diesen das Mittelzu ziehen. Ein Paar Gehiilfen beobachten zu gleicher Zeit dieHöhen des Mondes und der Sonne; zu Lande Werden diese ge-meiniglich durch Rechnung abgeleitet. Durch die Erfindungseiner Theilmaschine hatte B.amsüen' (obwohl ihr Princip heutzu Tage nicht zulässig scheint) die Theilung der Sextanten aufeine vorher nie erreichte Schärfe gebracht und überhaupt diesemkleinen Werkzeuge durch solideren Bau grofse Genauigkeit ver-schafft. Troughton erhöhte seine Vorzüge durch Anbringungstarker Vergröfserungen, die besonders bei Monddistanzen vonmerklichem Vortheile sind. Durch de Borda wurde das vonTobias Mater erfundene Princip der repetirenden Messung
1. In seiner monatl. Corresp. z. Beförder. d. Erd- und Himmels-kunde. Bd. IY u. V.