im Jahre 1665 che Sternwarte in Greenwicli erbauen, damit,durch fortgesetzte Beobachtungen des Blondlaufes die Astrono-men die Blittel erhielten, genaue Tabellen desselben zu verfer-tigen. Flamstead’s Fleifs und Genauigkeit im Beobachten undNewton’s Scharfsinn in der Gründung der Theorie setzten denthätigen Hallet in den Stand, genauere Tafeln, als je vorher,zu verfertigen. KewtüJ erfand im Jahre 1699 den Spiegel-sextanten, der nachher durch IIadley als BliterJinder allgemeinverbreitet wurde, was jedoch erst mit dem Jahre 1732 begann.Im Jahre 1750 versuchte es La Caille bei seiner Reise nachdem Vorgebirge der guten Hoffnung, über,die Brauchbarbeit derneuen Blethode ins Klare zu kommen. Allein die schlechteTheilung der damaligen Instrumente und die Fehler der Ilalley-schen Blondtafeln konnten nicht zu günstigen Resultaten führen.Erst mit dem Jahre 1755, als Tobias Mayeh seine ersten Blond-tafeln der englischen Admiralität übergeben hatte, erschien dieZeit, da die längst vorgeschlagene neue Längenbestimmung insTheben treten konnte. Admiral Camphell war der erste See-fahrer , der in den Jahren 1757, 58 und 59 mit einem messin-genen Hadleyischen Sextanten Blondabstände mafs , die, vonBhadley nach BIayeä’s Tafeln berechnet, erwünschte Resultategaben 1 . Während man diese B'Iethode in England in Ausübungzu setzen begann, war der durch seine nachherige Reise in Ara-bien berühmte Niebuiik durch Tobias BIayeii selbst mit ihrso vertraut gemacht worden, dafs er nicht nur aus seines Leh-rers handschriftlichen Tafeln die Blondlängen selbst berechnenkonnte, sondern schon zu Anfänge des Jahres 1761 auf seinerReise durch das mittelländische Bleer die Längen vom Cap Vin-cent j Cap Spartei, Gibraltar, Marseille durch seine Monddi-stanzen, zwar beträchtlich abweichend von den damaligen Auf-nahmen , aber desto mehr im Einklänge mit den neuern Anga-ben, bestimmte. Dieses geschah in demselben Jahre und nochehe Dr. BIaskelyve nach St. Helena abgereiset war, um da-selbst den Durchgang der Venus vor der Sonnenscheibe zu be-obachten und beiläufig auch die Blethode der Blonddistanzen
1 Nach Cakovai (Elogio di Amcrico Vespucci) soll dieser See-fahrer durch eine Distanz des Mars vorn Monde seine Lange bestimmthaben, P. I'egillke beobachtete mit einem Jacobsstabe (ücche) am26. Jun, 1/Ob den Abstand des Mondes von der Spica in der Jungfrau.