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6,1 (1831) L
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Länge, geographische.

Uhrzeit zu bestimmen, durch die Ungleichheit der Correctionen,welchen die Beduction des beobachteten Mondrandes aut dasCentrum unterliegt, sehr vermindert, so dal's sie zwar Öfters an-geregt, nie aber in consecutive Ausübung gesetzt worden ist.Das Verdienst, sie zuerst vorgeschlagen zu haben, gehört wohlIiKADBETTEtt 1 . Nach ihm haben Bougueii , Pinghe, Masick-hse, Pjgott, Vince, Makay 2 , Wouastos, Bkinkley,yosZach, Bohnenueiigeu, Lindekau und Andere sie empfoh-len. La Caille hielt sie für allzu ungenau 3 . Die Seltenheitder Passageninstrumente in früherer Zeit, der vergrößerte EinHufs der Beobachtungsfehler auf die gesuchte Lange, den manim Mittel auf das2(jfache der Beobachtung setzen darf, und wohlauch der Umstand, dafs die meisten Astronomen zur Längen-berechnung eine unrichtige Vorschrift gaben, indem sie den Un-terschied "der Culminationszeiten einfach der MeridiandilFerenzgleichsetzten 4 , mochten neben den oben bemerkten Schwierig-keiten ihre Verbreitung gehindert haben, ln den neuern Zeitenhat sie durch Professor Nicolai in Mannheim eine sehr glück-liche Modifikation erhalten 5 , indem man, statt die wahre-Culmi-nationszeit des Mondcentrums zu bestimmen, nur das Intervallangiebt, das zwischen dem Durchgänge des erleuchteten AToud-randes und eines nahe auf dem nämlichen Parallelkreise befindli-chen, benachbarten Fixsterns veriliefst Hierdurch entgeht man devUnsicherheit der verschiedenen Ileductionselemente und selbstdem Einllusse einer riicht völlig richtigen Stellung des Mittags-fernrohres. Zu mehrerer Uebereinstimmung werden in einerkleinen Ephemeride den Astronomen zum voraus die Sterne an-gezeigt , auf welche sie ihr Augenmerk zu richten haben. DieBerechnung der Beobachtungen besteht nach Nicolai in Fol-gendem 6 . Es seyen t und x die unter zwei verschiedenen Me-

1 A compleat System of Astronom}'. 2Yol. 8. 1728.

2 Theory and practica of linding the longitudo at Sea and LandII Vol. with tables.

S Me'moires de lAcad. a. 1759.

4 Gavik Lowe (Momttb Correspond. VIII. S. 277) war der erste,der dieses Verfahren tadelte, seine Erklärung ist aber verworren undseine Regel ebenfalls unrichtig.

5 Schuinachers Astronom. Nachrichten. Bd. I. S. 7.

6 Ebend. Bd. II, S. 17.