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Messung durch Stern Bedeckungen.
•wichtigsten Elementes der praktischen Astronomie gehalten ha-ben mochte. Allein die Vorzüge derselben beruhen hauptsäch-lich auf der grofsen Genauigkeit, mit welcher sich bei den Son-nenfinsternissen wenigstens das Ende, bei den Sternbedeckungender Eintritt des Sterns , zumal wenn er am dunkeln Mondrandegeschieht, beobachten lassen. Da der Mond in jeder Zeitsecundeum eine halbe Secunde im Bogen fortrückt, der Durchmessereines Fixsterns wohl in der Regel kaum eine halbe Secundebeträgt, so ist das Verschwinden des letztem so plötzlich, dafses unmöglich ist, sich hierin um eine Secunde zu irren. Die. Fälle, wo durch Unebenheiten des Mondrandes eine etwelcheVerzögerung des Eintrittes entsteht, gehören unter die Ausnah-men und finden meistens nur dann statt, wenn der Stern ent-fernt vom Centrum des Mondes durchgeht b Weniger genauläfst sich das Ilervortreten des Sterns, zumal am erleuchtetenMondrande, wahrnehmen und hier ist allerdings bei kleinenSternen und im Volllichte des Mondes eine Zögerung von meh-reren Secunden möglich. Da jedoch die Zeit der Conjunctioriaus jedem Appulse besonders berechnet werden kann, so läfstsich bei zweifelhafter Beobachtung der nachlheilige Einflufs desAustrittes beseitigen. Bei Sonnenfinsternissen kann man durchAnwendung starker Vergröfserungen, namentlich bei dem Endederselben , den Eingriff des Mondes in die Sonnenscheibe mitziemlicher Sicherheit beurtheilen , doch stehen sie für den Zweckder Längenbestimmung den Sternbedeckungen merklich nach.
Noch viel mehr ist dieses wegen der langsamen Bewegung bei
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Planetendurchgängen der Fall und wirklich macht die Längen-
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Berechnung meistens nur einen Nebenzweck ihrer Beobachtungo o
aus , was auch schon durch ihre grol'se Seltenheit zum vorausbedingt wird. Die Berechnung selbst ist von so vielen mehroder weniger ungewissen Elementen , als Länge und Breite desMondes, Parallaxe, Halbmesser desselben, abhängig, dafs manauf genaue Resultate verzichten müfste, hätte nicht der vereinteFleifs der Astronomen die meisten derselben durch mancherleiUmwege ausgemittelt und wüfste man sie nicht durch Beob-
1 Den neuesten Untersuchungen zufolge möchten sie auch voneinem durch den Stern erweckten andauernden Lichtreize herrühren,da sie gemeiniglich nur bei sehr hellen Sternen, z. B. dem Aldebaran,bemerkt worden sind.
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