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Länge, geographische.
lieh ist, kein anderes Mittel zur Erfindung der relativen Länge,das diesem an Genauigkeit gleich käme.
Längenbestimmung durch Sonnenfinster-nisse, Durchgänge der zwei untern Pla-neten vor der S onn ens cheibe und durcliBedeckungen der Fixsterne vom Monde.
Bei diesen Erscheinungen besteht das gesuchte gleichzeitigeEreignifs, auf welches die MeridiandilFerenzen sich beziehensollen, in der sogenannten geocentrischen Conjunction zweierHimmelskörper. Dieses ist der Moment, wenn beide Himmels-körper , aus dem Centrum der Erde betrachtet, die nämlicheLänge in der Ekliptik erhalten. Er kann nicht unmittelbar be-obachtet, sondern er mufs aus dem sogenannten Eintritte undAustritte der Zeit des Anfangs und Endes der Berührung beiderKörper für jeden Ort durch eine Rechnung hergeleitet werden,welche wegen der ungleichen Nähe derselben , ihrer Bewegungin der Breite und der geographischen Lage des Beobachtungs-ortes mehr oder weniger verwickelt ist. Da die Eintritte undAustritte an jedem Orte nach der wahren Zeit seines Meridiansangegeben werden, so wird auch der daraus abgeleitete Momentder wahren Conjunction in eben dieser Ortszeit ausgedrückt,wodurch man dann die gesuchte Vergleichung der verschiedenenUhrzeiten für ein gleichzeitiges Phänomen erhält. Bei den Son-nenfinsternissen und Sternbedeckungen ist es vornehmlich dieParallaxe des Mondes und seine starke nördliche oder südlicheBewegung, welche seinen Rand früher oder später mit der Sonneoder dem Fixsterne in Berührung bringt, jenachdem der Beob-achtungsort südlicher oder nördlicher, östlicher oder westlicherliegt. Die nämlichen Modifikationen linden, obwohl in sehr ver-mindertem Mafise, bei den Durchgängen des Mercurs oder derVenus vor der Sonnenscheibe statt.
Dafs auch bei diesen Methoden, die Länge zu erhalten,eine genaue Zeitbestimmung die Llauptsache bilde, unterliegtkeinem Zweifel und wirklich giebt die Reihe der verschiedenen,durcli solche Beobachtungen allmälig erhaltenen Längenangabeneinen nicht immer rühmlichen Beweis, wie man es besondersin frühem Decennien auf einigen Sternwarten in Betreff dieses