neriffa zu legen. Nicht nur kommt diese ausgezeichnete TWg-spitze den meisten Seefahrern , die von Europa aus die tropi-schen Winde suchen, zu Gesicht und würde einen schicklichenAbfahrpunct für ihre Längenberechnung geben, sondern seinMeridianunterschied von beiden genannten Sternwarten würdesich von einer runden Zahl wenig oder gar nicht entfernen.IhrcGKE bestimmte ihn in runder Zahl auf 19° und A. v. Hum-Bor.nT 1 auf 18° 59’ 54" von Taris. Die Einwendung, dal's imLaufe von Jahrhunderten die Spitze des Tics durch Einstürzeund Aufthürmuneen sich verändern könne und so kein sicheres
D
Denkmal des gesuchten Anfangspunctes darbiete, trifft nichtweniger die kleinen Häuser, Thiirme und Schlösser unserermodernen Architectur und schwerlich dürften die Sternwartenvon Greenwicli und Paris nach Jahrtausenden noch so kenntlicheSpuren ihres Daseyns darbieten , als die noch festem Gebäudeder Natur. Immerhin könnten also die Geographen und Seefah-rer aller Nationen unbedenklich den hoch hervorragenden, aufzwei Grade weit sichtbaren, dem Aequator sehr genähertenGipfel eines auf so breite Unterlagen gestützten Gebirges zumAnfangspuncte ihrer Längen erwählen und dadurch die unan-genehmen , mifslichen lieductionen entbehrlich machen. DieSicherheit der Längenangaben möchte wohl am besten dadurcherreicht werden , dafs die Meridiandifferenzen vieler durch ihreKenntlichkeit und Dauerhaftigkeit ausgezeichneten Stellen, z. B.
1 A. v. Humboldt’s Reise in die Aequinoctialgegenden des neuenContinents. 1815. Th. I. S. 450. Humboldt setzt den Pic nach Bor-da’s Messungen 23' 54" westlich vom Molo bei St. Cruz. Die Längodieses letztem ist:
Nach
Fleurieu.
IS“ 36'
00"
-
Borda
— 35
50
-
La Perouse.
— 36
30
-
Quenot.
— 33
36
-
Krusenstern ......
— 32
45
-
Boussin.
— 33
30
-
Joseph Varela.
— 38
22
-
P. Feuillee. .
— 32
53
-
SimonofF.
— 39
45
-
Duperrey aus 186 Monddist.
— 32
10
Mittel = 18“ 35' 8"Pic westlich von St. Cruz . . — 23 54
Länge des Pies
18“ 59' 2".