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5,2 (1830) I und K
Entstehung
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Krystallo ge ni e,

werden mit 1 Atom Kali (oder statt des Kalis mit 1 Atom Anirmoniak und 2 Atomen Wasser) und mit 'J Atom Bittererde, Man-ganoxydul, Zinkoxyd, Eisenoxydul, Kobaltoxyd, Nickeloxydoder Kupferoxyd. Im Augit, der Hornblende und einigen an-dern kieselsauren'Salzen linden sich häufig Kalk, Bittererde,Manganoxydul und Eisenoxydul wechselseitig durch einandervertreten, ohne Aenderung der Krystallform. So bildet auchdie Alaunerde ein regelmäl'siges Oktaeder, sie sey mit Bittererdevereinigt, im Spinell, oder mit Zinkoxyd, im Gahnit. Endlichbilden Baryt, Strontian und Bleioxyd mit Schwefelsäure Kry-stalle des 2- und 2gliedrigen Systems , die in ihren Winkelnnur sehr wenig abweichen, und der mit 3 Atomen Wasser kry-stallisirte essigsaure Baryt hat dieselbe Krystallform, wie das mit3 Atomen Wasser krystallisirte essigsaure Bleioxyd oder der Blei-zucker.

Ferner sind isomorph : Alaunerde, Eisenoxyd, Manganoxydund Chromoxydul. In allen diesen 4 Oxyden kann man ;[ AtomMetall auf j^. Atome Sauerstoff oder , was dasselbe ist, 2 AtomeMetall auf 3 Atome Sauerstoff annehmen. Die natürliche Alaun-erde, der Sapphyr, sowohl, als auch das natürliche Eisenoxyd,der Eisenglanz, sind in spitzen Rhomboedern mit nur wenigabweichenden Winkeln krystallisirt. Der gewöhnliche Alaun hältauf4 Atome Schwefelsäure, 24 Wasser und 1 Kali 2 Atome Alaun-erde (in der Alaunerde 1 Atom Alomium auf 14- Sauerstoff vor-ausgesetzt); diese 2 Atome Alaunerde können vertreten werdendurch 2 Atome Eisenoxyd, Manganoxyd oder Chromoxydul undimmer bleibt dieselbe regelmäfsig oktaedrische Form des Alauns.

Ferner zeigen auch einerlei Krystallform, dem quadrati-schen Systeme angehörend, das Zinnoxyd als Zinnstein und dasTitanoxyd als Rutil; beide Oxyde kann man als aus 1 AtomMetall und 2 Sauerstoff zusammengesetzt ansehen.

Ö

Endlich sind als isomorph anzunehmen: Platin, Palladium,Iridium und Osmium, da nach BeiizeliüS jedesmal regelmälsigeOktaeder entstehen , das Chlorkalium verbinde sich mit Chlor-platin oder mit Chlorpalladiunl oder mit Chloriridium oder mitChlorosmium nach denselben atomistischen Verhältnissen.

Viele andere einfache und zusammengesetzte Stoffe sindhinsichtlich ihres Isomorphismus noch nicht bekannt. Das bisjetzt Bekannte berechtigt jedoch zu dem Schlüsse, dafs die Kry-stallform der verschiedenen Stoffe abhängt 1) von ihrer chemi-