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durch den Einflnfs der Sonnenstrahlen erhitzt, feiner Sandbodentrocknet durchWärme schnell aus und macht die Gegenden heifs,wenn sie die durch die Sonnenstrahlen erzeugte Wärme nichtdurch Verdampfung des zurückgehaltenen atmosphärischen Was-sers verlieren. Von einem kalkhaltigen Boden werden die Son-nenstrahlen stark reilectirt und verbreiten gröfsere Wärme um-her, statt dafs thonhaltige und mit einer dicken Lage fruchtba-rer Dammerde bedeckte Gegenden längere Zeit feucht bleiben.Insbesondere halten mit Vegetation überzogene, namentlich be-waldete Gegenden die Feuchtigkeit stärker zurück, werden durchdie Sonnenstrahlen weniger erhitzt als unfruchtbare und zieheneben hierdurch die atmosphärischen Niederschläge mehr an, sinddaher nicht blofs selbst kühl, sondern verbreiten auch eine er-quickend abkühlende Luftströmung über die heifsen Umgegen-den. Endlich darf man es wohl als ausgemacht ansehen , dafsdie Fossilien von eigentümlicher Beschaffenheit, woraus die Erd-kruste besteht, namentlich diejenigen, welche das Wasser, ins-besondere des Winterschnees, lange zurückhalten und über-haupt Feuchtigkeit begierig anziehen, die Menge des auf sie fal-lenden atmosphärischen Wassers vermehren, dadurch selbst küh-ler bleiben und die starke Erhitzung der berührenden Luftschich-ten verhindern. Man darf mit Grunde behaupten , dafs die Be-schallenheit des Bodens den atmosphärischen Niederschlag be-dingt, woraus dann der angegebene klimatische Einflufs vonselbst folgt,
4) Auf das Klima haben ferner die herrschenden VF in desowohl liicksichtlich ihrer Richtung als auch ihrer Stärke einensehr grofsen Einflufs. Im Allgemeinen sind auf der nördlichenHalbkugel, hauptsächlich in Europa, die Nord- und Ostwindedie kältesten und trockensten , weil sie meistens aus kalten Ge-genden oder über grofse Continental - Ebenen kommen, diesüdlichen und südwestlichen aber die wärmsten und feuchtesten,erstere, indem sie die wärmern Luftschichten herbeiführen, letz-tere, weil sie in Europa die über dem Atlantischen Oceane aufge-nommenen Wasserdämpfe enthalten. Aehnliche Ursachen brin-gen in andern Gegenden ähnliche Wirkungen hervor. DieserEinflufs der W inde erstreckt sich bis in die höchsten Polarge-genden. Nach Scoiiesbx 1 wird der Wind von grofsen Eisflächen
1 G. LXII. 1 ff.