Druckschrift 
5,2 (1830) I und K
Entstehung
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Irrlicht.

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Robert Fludd habe einst ein Irrlicht verfolgt, zu Boden ge-schlagen und eine schleimige Substanz wie Froschlaich gefunden.Eine ganz gleiche Beobachtung erzählt Chladni 1- Dieser sah1781 an einem warmen Sommerabende in der Dämmerung kurznach einem Regen im Garten bei Dresden viele leuchtende Puncteim nassen Grase hüpfen, welche sich nach der Richtung desWindes bewegten und deren einige sich an die Räder des Wa-gens setzten. Sie flohen bei der Annäherung, und es warschwer, sie zu erhaschen; diejenigen aber, welche CiitAnNifing, zeigten sich als kleine gallertartige Massen, dem Frosch-laich oder gekochten Sagokörnern ähnlich. Sie hatten wedereinen kenntlichen Geruch, noch Geschmack, und schienen mo-dernde Pllanzentheile zu seyn ; möglich bleibt es indefs immer,dafs sie aus dem Thierreiche entsprungen seyn konnten. Auchdiese Beobachtung bestätigt die Richtigkeit der oben gegebenenErklärung über den Ursprung der eigentlichen Irrlichter, diejeni-gen Erscheinuntjen aber, welche Müsscuenbroek 1 2 unter demKamen ambulones incendiarii zu den Irrlichtern oderlrrwischenzu zählen scheint, gehören nicht hierher und sollen im ArtikelVulc.an , Oaspulcan erwähnt werden. Gewisse noch räthsel-hafte Meteore, welche den eigentlichen Irrlichtern am meistengleichen , aus der Erde aufsteigende gröfsere Flammen, die sichmomentan entzünden und wieder erlöschen, auch ihren Ortschnell wechseln, finden sich in Italien, namentlich auf einigendürren Hügeln in der Gegend um Nizza 3 . Sie werden Irrlich-ter genannt, und das Volk knüpft viele abergläubige Vorstellun-gen an ihr Erscheinen, Sie sollen sich nach älteren Nachrichtenin den morastigen Wiesen am Po und um Bologna häufig zei-gen , und mögen wohl aus phosphorhaltigen, aus den modern-den Substanzen aufsteigenden, nicht eigentlich brennenden, son-dern nur leuchtenden Gasarten und Dämpfen bestehen, Vondieser Art muls dann auch das leuchtende fifeteor gewesenseyn, welches sich dem Dr. Doe in einer moorigen Gegendunweit Brienne zeigte 4 , eine Höhe von 10 bis 12 Fufs hatte,in einer Viertelstunde aber , bis etwa 3 Fufs herabsank, und

1 Ueber den Ursprung einiger Eisemnassen. Leipz. 1794,4. S. 334.

2 Introd. T. II, {. 2503.

3 Histoire naturelle des principales productioris de lEurope me-ridionale cet. Par A. Risso. Par. 1826. p. 296.

4 G. LXX. 225.