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Inflexion des Lichtes.
bietet, bemerkt Match , dafs, wenn die matt geschliffene Glas-tafel 12 Zolle weit entfernt war, der Schatten jenes Cylindersanfing weniger dunkel zn erscheinen , und das Mikroskop zeigte,dafs dieses durch eine Menge weifser Lichtlinien , die der Axedes Schaltens parallel mit dunklem Linien abwechselten, her-vorgebracht wurde; bei 2 Fufs Entfernung der Glasplatte zeigtensich die schwarzen und hellen Streifen schon dem blofsen Auge,und man erkannte zwei schwarze den Schatten begrenzendeLinien , daran zwei helle Linien im Innern des Schattens , andiese grenzten noch zwei dunkle Linien und dann ein hellerRaum in der Mitte. Bei etwas vermehrtem Abstande zeigen sichdie weifsen Streifen als farbige, die schwarzen Grenzlinien desSchattens werden matter und fiiefsen mit dem Weifs zusammen,aufserhalb der Schattengrenze aber zeigen sich die oft erwähntenden Schatten umgebenden Farbenstreifen. Da bei dickeren Cy-lindern mehrere helle und dunkle Linien in dem Schatten vor-handen zu seyn schienen, die sich aber undeutlicher zeigten,so fand Mayer es besser, die Strahlen nicht auf ein matt ge-schliffenes Glas, sondern geradezu auf eine Linse von 2 bis3 Zoll Brennweite fallen zu lassen ; damit das Auge nicht ge-blendet werde, wurde es mit einem dunkeln Glase beschütztund dann zeigten sich bei richtiger Stellung der Linse sechs undmehr Streifen.
Die Versuche mit dem durch einen schmalen Spalt durch-gelassenen Lichte bieten nichts Nettes dar. Was die Ursachender Erscheinungen betrifft, so glaubt Mayer, man könne zwareine anziehende und eine abstofsende Kraft als zugleich wirkendannehmen, aber es sey natürlicher anzunehmen, dafs einige Licht-theilchen aus einem mechanischen Grunde ohne eine eigentlichabstofsende Kraft von ihrem Wege abgelenkt werden. So näm-lich, wie bei dem Anstofsen eines flüssigen Körpers an einenfesten einige Theilchen ihre Richtung behalten, andere da^e-S gen abgelenkt werden, so könnte es auch hier statt finden.
An diese Versuche und Erklärungen Mayer’s schlielse ichParrot’s Erklärung der Erscheinungen an 1 . Nach Pakrothaben sie blofs ihren Ursprung in der ungleichen Erwärmungdes die Körper umgebenden Medii. Allerdings läfst sich wohlglauben, dafs allemal, und vorzüglich einem starken Lichte
1 Theoretische Physik. II. 224. G. LI. 247.