Druckschrift 
5,2 (1830) I und K
Entstehung
Seite
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Inflexion des Lichtes.

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lig das matt geschliffene Glas , so sah man das Licht an denSeiten lebhafter werden , wahrend der innerhalb an diesen Rän-dern anliegende Theil etwas von seinem Glanze verlor; hei 32,6Millimeter Entfernung sieht man an jeder Grenze des erleuch-teten Rechtecks (nämlich an den Grenzen, die durch die Schat-ten beider Schärfen hervorgebracht werden) eine helle Linie, anwelcher sich innerhalb eine dunkle Linie zeigt; beide sind derGrenze des Schattens parallel ; der zwischenliegende erleuchteteRaum erscheint noch gleichförmig hell. Entfernt man die Glas-platte noch etwas mehr, so sieht man unter dem einfachenVer-gröfserungsglase diesen Raum gestreift, mit einer Menge höchstfeiner dunkler Linien gefüllt, die durch sehr zarte glänzende Li-nien von einander getrennt sind, und deren Helligkeit, beträcht-lich geringer, als die der ersten hellen Linien am Rande, sichgegen die Mitte zu vermindern scheint. Läfst man die Entfer-nung abermals zunehmen, so sieht man die hellen und glänzen-den Linien an Zahl abnehmen, wobei aber die Breite der nochübrig bleibenden gröfser und kenntlicher wird. Ist man so fort-gerückt, so kommt man zu einer Stelle, wo man diese Streifenzählen kann, z. B. bei dem hier erzählten Versuche waren es5 helle und 4 dunkle in dem Raume eines Millimeters, indem dieMitte hell war ; entfernt man die mattgeschliffene auffangendeGlastafel aber etwas weiter, so gehen die beiden dunkeln, dieder Mitte am nächsten waren, zusammen , und der helle Streifist aus der Mitte verschwunden , so dafs man nur noch 4 helleund 3 dunkle Streifen hat; dieses war deutlich eingetreten bei91,8 Millimeter Entfernung, wo der ganze erleuchtete Raumnoch immer 1 Millimeter breit und in sieben ziemlich gleicheStreifen zerlegt schien. Bei einer noch gröfsern Entfernungwerden die dunkeln und hellen Linien wieder unbestimmter;aber wenn man in dieser anscheinenden Verwirrung die Verän-derungen des mittlern Streifens genau beobachtet, so sieht manihn allmälig schmaler werden, die hellen Streifen, die ihn be-grenzten, nähern sich einander, decken dann einander, so dafsnur zwei schwarze und drei helle Streifen übrig bleiben, wenndie Glasplatte bis zu 134 Millimeter weggerückt ist. Ebensovermindert wieder, bei noch gröfserer Entfernung der Glasplatte,der helle Mittelstreif seine Breite, die ihn begrenzenden schwar-zen Streifen gehen zusammen und decken sich, wenn der Ab-stand 197 Millimeter beträgt, so dafs dann nur ein dunkler