Druckschrift 
5,2 (1830) I und K
Entstehung
Seite
681
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I n f 1 a m m a 1) i 1 i e n.

CS1

tJie Regenzeit. Diese tritt indefs niclit dann ein ( wenn dieSonne sich am weitesten vom Zenith entfernt, sondern, obgleichsie von örtlichen Umständen abhängt, meistens dann, wenn dieSonne das Zenith des Ortes erreicht. Nach tos HdmboldtsErzählung ist in den tropischen Gegenden nördlich vom Aequa-tor vom December bis Februar der Himmel vollkommen heiterund der Ostnordostwind ununterbrochen. Gegen Anfang des Märzzeigen sich Spuren von Feuchtigkeit in der Luft, es treten Wind-stillen ein, und im April fängt die Regenzeit an. Diese Zeitder Regen und Stürme tritt sehr nahe dann ein, wenn die Sonnedas Zenith des Ortes erreicht, und v. Hirantoi.DT sucht die Ur-sachen nachzuweisen, die diese Aenderung der Witterung be-wirken 1 . Dafs mit dieser Angabe die Regenzeit im mittlernAfrica, nördlich vom Aequator, und in Arabien, die Zeit derNil- Ueberschwemmungen , die Regenzeit in Bengalen zusam-mentrilTt, lälst sich aus Reisebeschreibungen leicht nachweisen.

B.

I n f 1 a m m a b i 1 i e ii.

Unter diesem Worte versteht man bald sämmtliche brenn-bare Stolle, bald blofs die nicht metallischen einfachen Stolle,die sich durch Brennbarkeit auszeichnen. G.

Inflexion des Lichtes,

Beugung oder Dif fr actio n des Lich-tes; Inflexio s. diflf'ractio luminis ; inflexion ou dif-fraction de la Jumiere; inflexion or clijfractionof light.Die Erscheinungen der Beugung des Lichtes zeigen sich amRande des Schattens der Körper, indem theils Lichtstrahlen in-nerhalb des Raumes hingelangen, der ganz von Schatten bedecktseyn sollte, theils hellere und farbige Streifen sich am äufserenRande des Schattens zeigen. Diese Erscheinungen sind indefszu mannigfaltig und zu sehr zusammengesetzt, um kurz darge-stellt zu werden; es mag daher hier genügen zu bemerken, dafseine Ablenkung der Lichtstrahlen von ihrem geraden Wege, wel-che beim Vorübergehen an dem Rande fester Körper eintritt,

1 Annales tle Ch. et Ph. VIII. p. 1 79.

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