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1V. Anhalt'sche Gisenbahn(Berlin-Kothen.)
n) Geschichtliches.
Die Entstehtnigsgeschichte dieses Babnzugs bietet dielLehrreiches, vorzüglich hinsichtlich der Wahl der Richtung,wodurch ein längst bekannter Satz, nämlich der, daß daSNat» rgerechte selt e n u n g estraft sichZwaugan-thueu läßt, abermals bewährt worden ist.
Man beabsichtigte die beiden Eisenbahnzüge, vonBerlin über Strehla (Riesa) n a ch Sachse n, sowievon Berlin über Potsdam nach Magdeburg,deren Erbauung allernächst »othwendig war, in diesemBerliinKöthener zusammen zu fasse», und hatte hierbei be-sonders noch die Fortsetzung durch Thüringen und Hessennach dem Rhein im Auge. — So zweckmäßig, und sowenig natnrwidrig dieses Zusammendrängen verschiedenerInteressen auch anfangs schien, so hat man solches dennoch,schon nach wenigen Jahren, sehr zu bereuen; denn beide,durch die bestehenden Verkehrsverhältuisse uotbwendigcnWege nach Riesa und Magdeburg, sind, trotz allem Ent-gegenstreben, dennoch ihrem Beginne sehr nabe; und selbstin Rücksicht aus die Forlsetzung durch Thüringen :c. wirddiese nun gebaute Kölhener Bahn an Nothwendigkeit nndBedeutung verliere», da sie leider nicht die kürzeste Rich-tung nach Tbüringen ist, nnd jenem Paralellweg überRiesa, Leipzig, Naumburg w., an Länge sehr nahe kommt.
Daß man diesen Fall sich zur Lehre dienen läßt, be-weißt unter m der» die Wahl der Richtung für die Berlin-Hamburger Eisenbahn, bei welcher mau mit großer Aengst-
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