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Für dir 10 Meilen von Wien »ach Gloggnitz sindjedoch über 8 Millionen Fl. verausgabt. Die Ursache die-ser Ueberschreitnng des Kostenanschlags liegt auch hier inder kurzen Zeit, welche zur speziellen Bearbeitung einessolchen Projects verwendet werden konnte, und in der nn-verhältnisimäßig großartigen Anlage des Bahnhofes beiWien, mir seinem imposanten Maschinen-Fabrikgebäude, demausgedehnteste» Etablissement dieser Arr i» Deutschland. Es istschon anderen Orrs wiederholt die Ansicht laut geworden,daß für eine Wien - Gloggnitzer Bahn diese große Anlageein Mißgriff sey; nur für eine Wien-Triester Bahnkann eine solche gerechtfertigt werden. —
Dieser große Bahnzug von Wien nach Trieft wirdzu vn. 80 Meilen, und das erforderliche Anlage-Kapitalzu 30 Mill. Conv. Gulden angenommen; allein es werdeneben so viel Mill. Thaler kaum ausreichen; da kein deutscherBahnzug solche bedeutende Hohen zu überschreiten hat, alsdieser. Einer der schwierigsten Nebergänge findet sich in derNähe von Gloggnitz, dem jetzigen Endpunkte der Bahn.
DaS kaiserliche Schloß zu Gloggnitz prangt auf einerAnhöhe und beherrscht stolz den Eingang in das Thal, dasseiner lebhaft betriebenen Schmelz- und Eisenwerke, und derbedeutenden Holzschwemme j Flößung) auf dem Schwarza-stusse, auch seiner ausgezeichneten Natnrschönheiten wegen,welche durch eine großartige Kunststraße mit 1200 Fußlanger Felsengallerie noch erhöht werden, alle Berücksichti-gung verdient '). Bei Schottwien verengt sich das Thalimmer mehr, hohe Felsenwände thünnen sich ans, und jederAusweg scheint verschlossen und durch die Beste Klammlttookss iiwart, lliuii'i ni 'üiiist rist t.imiüüss rüriä tiss?
I) I. Baumgartner, Knnststraßcn der Alpen.