Druckschrift 
Die deutschen Eisenbahnen, in Beziehung auf Geschichte, Technik und Betrieb
Entstehung
Seite
30
Einzelbild herunterladen
 

Es wurden hierauf über die einzelnen Bauwerke Akkordeabgeschlossen. Den dollständigen Unterbau nebst Stations-gebäuden Planinn, Brücken, Grundba» der Schienen,Befestigung derselben, Bureaugebäude, Reinisen und Wacht-hänser übernahm der Maurermeister Jo rd a n fttr dieveranschlagte Summe von 38897 Fl. 29 Tr. Das Ei-senwerk zum Oberbau beabsichtigte man, in der Erwartungdasselbe billiger und in kürzerer Zeit zu erhalten, ans Eng-land zu beziehen, und Hr. Jng. Stephenson, der denKostenanschlag über die zur Bahn nöthigen 3b29 Ctr.gewalzten eisernen Schienen, l329 Ctr. gußeisernen Stühleund 29b Ctr. eiserner Nägel und Kecke entworfen, erbotsich den Gesammtbedarf für 2525 Pfd. Sterl. bis Rot-terdam zu liefern. Die Transportkosten bis Fürth warenzu 13883 Fl. 39 Zw. veranschlagt, und somit stellte sichdie Summe für das gesammte Eisenwerk auf 45 994 Fl.39 Zr. Die von einem Eisenwerke in Rheinpreußen an-gebotenen gewalzten Schienen, und die von einer Eisen-gießerei in Nheinbaiern angebotenen gußeisernen Stühlestellten sich dagegen um cn. 3 Fl. pr. Ctr. höher, alsdie ans England. Alan kam endlich überein, daß dasEisenwerk zum Oberbau für 47379 Fl., worunter 359Fl. Holland. Transitzoll und 2738 Fl. für Rheinoktroienthalten waren in Akkord gegeben werden sollte. Manrechnete dabei auf eine Befreiung, wenigstens der Schienen,vom Eingangszoll, und zwar um so mehr, als in Baiernkeines der königl. Eisenwerke sich auf Lieferung solcherSchienen einlassen wollte. Da jedoch das Gesuch um zoll-freie Einfuhr abgewiesen wurde, so sah man sich geuöthigt,die Lieferung des erforderlichen Eisenwerks in öffentlichenBlättern auszuschreiben, um mit den MindestforderndcnAkkorde abschließen zu können.