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5,1 (1829) H
Entstehung
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Hygrometer.

veränderlich (hei bewegter Luft). In beiden Fällen ist nichtabzusehen, warum der vorräthige WärmestolF nicht zur Dampf-bildung verwandt werden sollte. Dafs hierauf einige Zeit hin-geht, liegt in der Natur der Sache, aber eben deswegen sinktauch das befeuchtete Thermometer allmälig, bis es zuletzt sta-tionär wird, und dieses kann nur dann geschehen, wenn keinfreier WärmestolF zur Dampfbildung mehr vorhanden ist, alsowenn die umgebende Luft und die in demselben befindlichefeuchte Thermometerkugel die dem Sättigungspuncte zugehö-rige Temperatur angenommen hat. Ein zweiter Einwurf könntedaraus hergenommen werden, wenn man sagte, bei bewegterLuft komme allezeit eine Menge derselben im nicht mit Wasser-dampf gesättigten Zustande mit der befeuchteten Kugel in Be-rührung, und müsse daher bei der grolsen Wärmecapacität desDampfes dieselbe sehr erkälten, selbst durch stetes Wegführendes bereits gebildeten Dampfes bis unter die Temperatur desSättigungspunctes derselben mit Wasserdampf. Letzteres scheintmir indefs unmöglich, weil die auch noch so schnell herbeige-führte Luft allezeit Wasserdampf enthält, welcher an allen bisunter das Maximum seiner Dichtigkeit erkälteten Körpern redu-cirt wird, und Wärme statt Kälte erzeugt. Insofern aber ausden bisherigen Beobachtungen nicht hervorgeht, dafs die psy-chrometrische Differenz eine wesentliche Aenderung erhält, wenndie Luft mehr oder weniger bewegt ist, einige Bewegung der-selben als nothwendige Bedingung vorausgesetzt, so scheint mi rhierin ein auffallender Beweis zu liegen, dafs in jedem Falle diebenetzte Kugel die Temperatur des Sättigungspunctes der At-mosphäre mit Wasserdampf annimmt, bei welchem dieses Ther-mometer also stationär werden rnufs.

Um diesen wichtigen Satz durch die Erfahrung zu prüfen,könnte man vermittelst der befeuchteten Kugel den Thaupunctsuchen, dann von der Luft, worin dieses geschehen ist, eineQuantität einschliefsen , und durch Entziehung des enthaltenenWasserdampfes die Menge des letzteren durch die verminderteElasticitäl, oder durch die Gewichtszunahme des entziehendenKörpers ausmitteln. Ob Versuche dieser Art möglich sind, wageich nicht zu entscheiden, auf allen Fall sind sie höchst schwie-rig. Man könnte ferner von derjenigen Luft, deren Thaupunctdurch das Psychrometer erforscht ist, eine Quantität in einentrocknen leeren Ballon einschliefsen, und durch Abkühlung des-