der befeuchteten Kugel vermehrt und nicht vermindert werdenwürde. Insofern also der schon vorhandene Dampf von seinerWarme verliert, und dadurch verdichtet, zugleich aber durchden neu gebildeten vermehrt wird, so mufs dieser Prozefs solange fortdauern , bis das Maximum der Sättigung der Luft mitDampf eintritt, die Luft also keinen neuen mehr aufnehmen undzu dessen Bildung keine Wärmebindung mehr statthnden kann,welches dann den Thaupunct giebt. ' Den ganzen Prozefs denkeich mir auf folgende Weise., Ist eine überall mit einer dünnenWasserschicht umgebene Thermometerkugel der freien Luft soausgesetzt, dafs sie der letzteren eine möglichst grofse Flächezur Berührung darbietet, so wird dieser Wärme entzogen undzur Dampfbildung verwandt, zugleich aber dem Quecksilber imThermometer, welches sich dadurch zusammenzieht. Bei dergrofsen Wärmecapacität des Dampfes, und der Begierde der Luft,diesen in sich aufzunehmen, wird also die Dampfbildung unaus-gesetzt fortdauern, so lange noch freie Wärme hierfür vorhandenist, also bis zu dem Augenblicke, in welchem die Luft keinenWasserdampf mehr aufnehmen kann, bei stärkerer Temperatur-verminderung vielmehr ein Niederschlag entstehen müfste,-wasindefs unmöglich ist. Hiernach giebt aber das befeuchtete Ther-mometer den eigentlichen Thaupunct, oder wenn man genauerwill, den Punct der gröfsten Dichtigkeit des Wasserdampfes derAtmosphäre unmittelbar.
Zwei Einwendungen lassen sich gegen diese Theorie vor—
o O o
bringen , welche aber beide zu ganz entgegengesetzten Resulta-ten führen. Zuerst könnte man sagen, die Wärme der Luft unddes Dampfes in ihr wird allerdings zur Dampfbildung der dasThermometer umgebenden Feuchtigkeit verwandt, und letzteremgleichfalls Wärme zu gleicher Verwendung entzogen; alleinweil Wärme genug von Aufsen vorhanden ist, die Luft aufser—dem nicht sofort in den Zustand des Gesältigtseyns mit Wasser-dampt kommt, so bleibt die Temperatur des psychrometrischenThermometers stets etwas hinter dem Thaupuncte zurück. Die-ses ist die herschende Ansicht, worauf ich aber Folgendes er-wiedere. Entweder diejenige Luftschicht, welche die beleuch-tete Kugel umgiebt, ist bleibend (bei ganz ruhiger Luft) oder
aber auch niemand sagt Dnnstmasclüne, DunstscliifT, Diinstkauone