Druckschrift 
5,1 (1829) H
Entstehung
Seite
10
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buche für jeden, der den Bau einer geöfsern oder kleineren Dralit-brücke versuchen möchte.

Eine Drahtbrücke für Fuhrwerke wurde im Jahr 1S25 vonden Gebrüdern Seguin zwischen Tain und Tournon über dieRhone errichtet. Eine königh Verordnung hatte im Jan. 1824die Erbauung derselben und den Unternehmern ein angemesse-nes Brückengeld für 99 Jahr bewilligt. Sie besteht aus zweigleichen Hängebogen, jeder von 262 franz. F. Länge, deren12 Drahtseile über einen Zwischenpfeiler, 31 F. hoch über demFahrwege aufiiehänst sind. Letzterer hat zwischen den Gelän-dei n 13 F. Breite, ist aber auf 50 F. um den Mittelpfeiler bisauf 19 F. erweitert, um sowohl das Vorbeifahren der Fuhr-werke zu erleichtern, als auch der Brücke in horizontaler Rich-tung mehr Festigkeit zu geben. Beide Brücken steigen gegenden Mittelpfeiler mit einiger Wölbung hinan, so dal's das Ganzeeinem Bogenstück von 1078 F. Radius gleich sieht. Das ge-mauerte Widerlager auf der Seite von Tournon ruht auf an-stehendem Fels, der Zwischenpfeiler und die Tragmauer aufder Seite von Tain liegen auf solidem Bfahlwerk, dessen Fufsmit Steinblöcken verwahrt ist. Die Unterlage des Mittelpfei-lers ist ein gemauertes Prisma von 52 F. Länge in der Richtungdes Stromlaufes, 18 F. Breite und 24 F. Flöhe vom Rost desrfahlwerkes bis zur Brücke. Ein Thorweg von 12 F. Breiteund 18 F. Höhe durchbricht den darüber stehenden Pfeiler. Vonentsprechender Ausdehnung und Festigkeit sind auch die mitTforten versehenen Widerlager der Endpuncte. Jedes der zwölfDrahtseile besteht aus 112 Eisendräthen von No. 18. 3 Millim.oder l-j Lin. dick. Sie gehen je sechs auf jeder Seite über denPfeiler und die Widerlager, hinter welchen sie meist verticalhinuntergezogen sind, und bilden drei Plängebogen , an wel-chen in abwechselnder Ordnung die verticalen Tragstäbe derBrücke aufgehängt sind. Das Geländer der Brücke aus rauten-förmig zusammengelegten Holzstäben gebildet, deren Rautendurch verticale Eisenstangen zusammengezogen werden , bieteteine bedeutende Festigkeit dar, und hilft den Fahrweg steifermachen. Die vereinte Tragkraft der Drahtseile wurde zu450000 Kilogr., die der Widerlager auf 600000 K. berechnet.Bei einer obrigkeitlich angeordneten Prüfung der Brücke wurdedieselbe durch IJeberführen mit Kiessand allmälijr bis auf

C

58000 Kilogr. belastet, wobei die Senkung des Bogens gemessen