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Hängebrücken.
in dieses Land vor 300 Jahren diese Brücken , so wie sie jetztsind, vorgefunden.
Vermuthlich war es die Kenntnifs dieser Brücken, die ei-nen wenig bekannten Schriftsteller, Faustus Verentius inden Stand setzten, im J. 1625 in einem in mehreren Sprachenherausgegebenen Werke die Hängebrücken mit aller Vollständig-keit und nach ihrer besten Construction zu beschreiben *. DieSeltenheit dieses Werks und die schlechte Einrichtung der orien-talischen Kettenbrücken mochten Ursache.seyn , dafs die Auf-merksamkeit der europäischen Architekten nie auf diesen Gegen-stand hingelenkt wurde, und dafs selbst der erste Versuch die-ser Art in England, die Kettenbrücke vonWinch über denFlufsTees, welcher die Grafschaften Durham und York scheidet, inDunkelheit blieb 2 . Diese Brücke ist nach Art der Chinesischengebaut; zwei Ketten von 70 Fufs sind 60 Fufs hoch über einenAbgrund gespannt; die Brücke von 2 Fufs Breite liegt auf denKetten selbst, und ist nur auf der einen Seite mit einer Lehneversehen ; sie ist auch allen den Biegungen und Schwankungenunterworfen, die dieser Construction eigenthiimlich sind. Mansetzt die Zeit ihrer Erbauung ins J. 1747- Erst mit dem gegen-wärtigen Jahrhundert beginnt die eigentliche Epoche der Flänge-briicken , und zwar zuerst in America, seitdem derLandeigenthü-merFiuuAY die richtigen Grundsätze dieses Baues hervorrief, zu-folge welcher der Fahrweg der Brücken von verticalen Stangengetragen wird, die an den Ketten aufgehängt sind. Bereits im J.1808 war die Regierung der vereinigten Staaten im Fall, für die-se Brücken ein Patent zu bewilligen, und im Jahr darauf wurdeüber den Flufs Merrimak in der Provinz Massachusets eine fahrhareKettenbrücke von 244 Fufs engl, einfacher Bogenweite u. 30 FufsBreite errichtet. Zehn Ivetten, jede etwa 516 Fufs lang, warenüber gemauerte Tragpfeiler von 37 Fufs Flöhe und ein auf diesenerrichtetes Zimmerwerk von 35 Fufs Flöhe geschlagen, und wei-terhin tief unter schweren Steinmassen in die Erde befestigt.
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Die Brücke soll 20000 Piaster gekostet haben, und auf eineLast von 10,000 Centner berechnet seyn. Nicht minder gigan-
1 Navier, Memoire et Rapport sur les ponts 1 suspendds. Paris.1824. Introd. u. Seguin atnd Des ponts en fil de fer. 1826. 4. p. 27.
2 Stevenson Bridges of Suspension. Edinb. philos. Journ. No.X.u. Bibi, uniyers. T. XXI.