Geschichtliches.
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Lass a (30° 33'N. Br. und 91° 40' L. v. Greenw.) führt eineBrücke von fünf Ketten über den Flnfs Tsanga. Jede Kettesoll aus 500 Ringen von 1 Fufs Durchmesser bestehen 1 ; wor-aus Remel eine Distanz der Ufer von etwa 480 Fufs ableitet,dreimal grösser als Turner sie angiebt 2 . Das Geländer ist vonBambusrohr. Turner beschreibt noch eine andere Ketten-brücke für Fufsgänger , deren Construction mit der besten Me-thode der heutigen Architekten übereintrifft. Zwei paralleleKetten von 4 Fufs Distanz sind über S Fufs hohe Pfeiler gelegt,und gehen dann unter einer geringen Neigung nach der Erdehin , wo sie an einen grofsen Steinblock befestigt sind, welcherunter einer Last von Steinen begraben liegt. An diesen ist ver-mittelst Bändern aus Wurzeln und Schlingpflanzen eine Bohlevon 8 Zoll Breite als Brückenweg aufgehängt, von solcher Länge,dass die Mitte 4 Fufs unter die Ketten zu liegen kommt. DieLänge der Brücke beträgt 55 Fufs.
Noch klarer und vollständiger erscheint diese ConstructionFig.in einer Brücke, die nach dem Berichte des Capt. Basil FIallunweit St. Yago in Chili über den Flufs Maypo geführt ist 3 .Sechs starke gedrehte Riemen von rohem Büffelleder, je drei aufjeder Seite in einer Ebene übereinander hängend, tragen an verti-calen ledernen Bändern von der Dicke des kleinen Fingers denvier Fufs breiten aus kreuzweis gelegten Brettern bestehendenFahrweg. Die letzteren sind, merkwürdig genug, an jenen sobefestigt, dafs jeder erste verticale Riemen an dem oberstenTragseile, der folgende an dem mittlern, und der dritte am un-tersten angehängt ist. Am einen Ufer geht die Brücke in einenFelsen von 20 bis 30 Fufs Flöhe über dem Wasser; dort sind dieRiemen in den Felsen selbst festgemacht. Auf dem andern fla-chen Ufer jedoch ist ein hohes Gerüst von starken Balken auf-gerichtet, über welches die sechs Riemen hinübergezogen undin sehr wenig geneigter Richtung um eingegrabene Stämme ge-wunden sind. Der Fahrweg selbst ist möglichst geradlinig; dieHauptseile aber bilden einen flachen Bogen. Den Aussagen derEinwohner zufolge haben die Spanier bereits bei ihrem Eintritt
1 Georgi , Alphabetum Thibetanum.
2 Rennel , description de l’Indostan. T. III. p. 92. et TimineuRelation de l’Ambassade au Thibet. S. 75. u. 79. d. deutsch. Gebers.
3 F.dinburgh philos. Journ. No. 27. p. 52.
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