Druckschrift 
5 (1862)
Entstehung
Seite
141
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III, S3 -61. Artikel: alphabetische Geltung, Schreibung. 141

kleinen Ausweichungen und Nebensachen berühre ich hier nicht; nur daSeine, daß die lateinische Antiqua-Schrift auch bei der Ucbertragung vonPersonennamen auf Sachen (z. B. Stcrnnamen: llupiter, Velin) bleiben muß.

sö4s In Bezug auf die alphabetische Geltung bemerke ich zunächst:daß ich nicht, wie es sür vieles nützlich ist, ä und ö als ae und oe geltenlassen kann, da dicß bei der Menge deutscher Wörter (Artikel) und Namenzu große Nachtheile hat. Da werden Wörter: Raum, Räume und räum-lich; Traum, Träume, träumen; Schaum und schäumen, Ost und östlich,kalt und Kälte; groß, größer, Größe; weit getrennt: die auf's engste zu-sammen gehören und die man nothwcndig beisammen haben muß. ImRegister gelten also ä, ö und ü im ganzen Umfange a, o und u; dießmuß sogar bei lateinischen und griechischen Namen bleiben und gewaltsamin die Schreibung übergchn: ^iwss, Ottlar, Hsrnrett; rlgtna, Äcke/z/o.r,Äg05 ^otanior; OrUzius. Nur wo wirklich Lateinisch geschrieben wird,gilt ns und wird geschrieben: Oaesaris tllronos. Auch in einigen Na-men muß s nothgedrungcn geachtet werden: Laez-er, Oez'nliaulsii.söös Das spanische n muß mechanisch als nn gerechnet werden. s56s InNamen von Personen und geographischen Namen haben die vorgesetztenFormen des lateinischen sanstus, wie sie voll oder abgekürzt geschriebenwerden: Laust, Laiut, Lauto; Laiute, Lanta; Lau; L., Lt., Lts.;keine Geltung; die Namen stehn unter dem nachfolgenden Namen (Lt. Iis-leim wie Helena). sS7s Die vorgesetzten Artikel- und Präpo-sitions-Formcn in französischen und andren romanischen Personennamen:le, cle, 6u; In, üe In; les, äes; sind ein Uebelstand, in dem ich nicht habedurchgreifen wollen; bald gilt der Vorsatz alphabetisch (OsAuiAnes, velisle;Oescartss; Oeruonnier, Im Oaille; Oulrsuc)^, Oullaurel; bald wirdvon ihm abgesehn: Imiuetüeris für Oslam., Imlauäe für Lslalaucle; IsVerrier (V), le lllounier; Oa Oouäanune unter 0, la Ueroule unter ?,In LiilarAiere, la Xire; clu Uetit. s58s Griechische Wörter werdenalphabetisch gestellt, als wären sie in lateinischen Buchstaben geschrieben;dabei sind d, ^ 2, ^ e, ou ou, cll. s59s Grammatischeund Flexionsformen setze ich gewöhnlich unter die Grundform: denPlural unter den Singular, Verbalformen unter den Infinitiv; die Parti-cipia sind aber selbstständig.

s66s Bei der Orthographie halte ich mich an eine gewöhnlicheSchreibung, wie sie einmahl im Kosmos angenommen ist; ich halte michdabei an die schließlichc Festsetzung, wie sie in meiner kleinen Ausgabe durch-geführt ist. Man wird also ein Wort oder einen Namen unter einer ge-wissen Schreibung (z. B. Xaulealus) vergebens suchen und muß auf eineandre sinnen (Osuealus; und so ist überhaupt viel Zweifel zwischen 0und X). Citate dieser Art kann ich nicht machen, söls Die durch Druck-fehler oder eignen Jrrthnm entstellten Namen und Wörter findet man im