Druckschrift 
5 (1862)
Entstehung
Seite
61
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VI

In Stellen der griechischen Dichter wird nicht selten dasFeuer selbst oder die Flamme Hephästus genannt. DasWort wird synonym sür gebraucht. Eben so gilt bei denRömern, vorzüglich den Dichtern, das Wort Vuloanus sürFeuer; im Plautus sogar für das Feuer (Licht), welches ineiner Laterne getragen wird. Die feuerspeienden Berge selbstwurden aber nicht Uopluwstai, nicht Vulkane, sondernWerkstätte des HephastuS oder des Vulcan genannt.Der Uebergang von dem Namen des Werkmeisters in allenKünsten, welche der Hülfe des FeucrS bedürfen, auf das Lo-ra l der Werkstätte, auf den Berg selbst, geschah, wie wirbald zeigen werden, erst in der letzten lateinischen oder viel-mehr romanischen Periode des Mittelalters. Zugleich istauch hier noch zu bemerken, daß der Name des Gottes desNeichthumö, Plutos (/?/lo-üros), Sohns des Jasius oderund der Demeter, älter ist als die Benennung desPlutvn (/s/laürc») für Hades, den Herrscher der Unter-welt. ^

Es ist eine glückliche Folge des wissenschaftlichen For-schungögeistes gewesen, der seit dem Ende des kSten und imAnfang des löten Jahrhunderts, in den Zeiten der ersten Ent-deckungen von Amerika, in Italien: dem baulustigen, gewcrb-thätigen und versteinerungsreichen Lande, ausbrach: daß dortdie frühesten geologischen Betrachtungen der Lagerungsfvlge vonSedimentschichten zugewendet wurden, und im allgemeinendamals schon zu Resultaten führten, die mit denen unsererjetzigen Geologie merkwürdig übereinstimme». Umgebung undlocale Verhältnisse üben oft einen erkennbaren und dauerndenEinfluß auf die Richtung und Entwickelung einzelner Wissen-schafte» aus. Ich habe scbon in den wenigen Blättern, welche