Druckschrift 
5 (1862)
Entstehung
Seite
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Hangender Reihen von Blöcken, die kaum an den Kantenund an der Oberfläche geschmolzen waren, durch den Stoßvon halb geschmolzenen Schnecmassen getrieben, in ihrer Be-wegung mit einer fabelhaft scheinenden Geschwindigkeit beschleu-nigt wurde. Ein völliges Schneeschmelzen am Kegel des Co-topari ging auch, während meines Aufenthalts in Guayaquil,dem Ausbruch des Vulkans am l803 vorher, so

daß der Berg plötzlich einen furchtbares Unglück verheißendenAnblick darbot.

DaS Füllen der inneren Höhlungen mit geschmolzenemSchnee ist aber als ein Proceß zu betrachten, welcher ununter-brochen, wenn gleich allmälig und in langen Periode», vorgeht,in denen der Berg fast kein äußeres Zeichen der Thätigkeit dar-bietet. Die allgemeine Dürre des von Waldung ganz entblößtenBodens auf der weiten Hochebene von Quito und der Mangelwasserreicher Flüsse am Fuß der Schneekette sind deutliche Be-weise von dem Versinken alles Flüssigen in das Erd-Jnnere.Auch überall, wo Berge einstürzen sen ios ckerrumbos) undwährend der so häufigen Erdbeben sich Spalten öffnen, spru-delt Wasser aus der Tiefe und erregt oft furchtbare Ueber-schwemmungen. Mein Freund Boufsingault hat schon in seinenSchriften über die Eigenthümlichkeiten des Ackerbaus in denvulkanischen Hochebenen auf die Ursachen des Contrastes zwi-schen der Dürre der Oberfläche und der Wasserfülle der Erd-schichten in geringen Tiefen aufmerksam gemacht.

Mit dieser Frequenz unterirdischer Wasser-Anhäufung ineiner Zone, wo der gehobene Theil der Erdrinde meist mitporösem, permeablem Gestein bedeckt ist, hängt das sonderbarePhänomen der kleinen, von einigen Bergen um Quito zuTausenden mit schlammigen Wassern ausgeworfnen Fische