Druckschrift 
3 (1850)
Entstehung
Seite
626
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einander; Formenwechsel, wie bei den geschweiftenCometen; Lichtwechsel, ja Auflodern und gänzliches Er-löschen des Lichtes bei fernen Sonnen. Die Menge desim Weltall vorhandenen Stoffes bleibt immer dieselbe: abernach dem, was in der tellurischen Sphäre von physischenNaturgesetzen bereits erforscht worden ist, sehen wir waltenim ewigen Kreislauf der Stoffe den ewig unbefriedigten,in zahllosen und unnennbaren Combi Nationen auftreten-den Wechsel derselben. Solche Kraftäußerung der Materiewird durch ihre, wenigstens scheinbar elementarische Hetero-geneität hervorgerufen. Bewegung in unmeßbarenRaumtheilen erregend, complicirt die Heterogeneität derStoffe alle Probleme des irdischen Naturprocesses.

Die astronomischen Probleme sind einfacherer Natur.Von den eben genannten Complicationen und ihrer Bezie-hung bis jetzt befreit, auf Betrachtung der Quantität derponderablen Materie (Massen), auf Licht und Wärmeerregende Schwingungen gerichtet, ist die Himmels-Mechanik, gerade wegen dieser Einfachheit, in welcheralles auf Bewegung zurückgeführt wird, der mathematischenBearbeitung in allen ihren Theilen zugänglich geblieben.Dieser Vorzug giebt den Lehrbüchern der theoretischenAstronomie einen großen und ganz eigcnthümlichen Reiz. Esreflectirt sich in ihnen, was die Geistesarbeit der letztenJahrhunderte auf analytischen Wegen errungen hat: wie Ge-staltung und Bahnen bestimmt; wie in den Bewegungs-Er-scheinungen der Planeten nur kleine Schwankungen um einenmittleren Zustand des Gleichgewichts statt finden; wie dasPlanetensystem durch seine innere Einrichtung, durch Aus-gleichung der Störungen sich Schutz und Dauer bereitet.