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strahlenbrechende Kraft die Dämmerungs-Erscheinungen dar-thun? Die, oben erwähnten, so verschiedenen Farben währenddes Verbrennungs-Processes lassen auf chemische, stoffartigeVerschiedenheit schließen. Dazu sind die Formen jener Feuer-meteore überaus wechselnd; einige bilden nur phosphorischeLinien, von solcher Feinheit und Menge, daß Forster imWinter 1832 die Himmelsdecke dadurch wie von einem schwachenSchimmer erleuchtet ^ sah. Viele Sternschnuppen bewegensich bloß als leuchtende Punkte und lassen gar keinen Schweifzurück. Das Abbrennen bei schnellem oder langsamerem Ver-schwinden der Schweife, die gewöhnlich viele Meilen langsind, ist um so merkwürdiger, als der brennende Schweif bis-weilen sich krümmt, und sich wenig fortbewegt. Das stunden-lange Leuchten des Schweifes einer längst verschwundenenFeuerkugel, welches Admiral Krusenstern und seine Begleiterauf ihrer Weltumseglung beobachteten, erinnert lebhaft andas lange Leuchten der Wolke, aus welcher der großeAörolith von Aegos Potamoi soll herabgefallen sein: nach der,freilich wohl nicht ganz glaubwürdigen Erzählung des Damachos(Kosmos Bd. I. S. 395 und 407).
Es giebt Sternschnuppen von sehr verschiedener Größe,bis zum scheinbaren Durchmesser des Jupiter oder der Venus an-wachsend; auch hat man in dem Sternschnuppenfalle von Tou-louse (10 April 1812) und bei einer am 23 August desselbenJahres in Utrecht beobachteten Feuerkugel diese wie aus einemleuchtenden Punkte sich bilden, sternartig aufschießen unddann erst zu einer mondgroßen Sphäre sich ausdehnen gesehen.Bei sehr reichen Mcteorfällen, wie bei denen von 1799 und1833, sind unbezweifelt viele Feuerkugeln mit Tausenden vonSternschnuppen gemengt gewesen; aber die Identität beider
A> v, Humboldt. KoSmoS, III, 39