Gedankenverbindung über eine Myriade von Jahrhunderteilin die Tiefen der Vorzeit zurück. Wenn auch die Licht-Eindrücke, welche Sternschnuppenströme, aürolithen-schleu-dernde Feuerkugeln oder ähnliche Feuermeteorc geben, ganzverschiedener Natur sein mögen - wenn sie sich auch erst entzün-den, indem sie in die Erd-Atmosphäre gelangen; so bietet dochder fallende Aärolith das einzige Schauspiel einer materiel-len Berührung von etwas dar, das unserem Planetenfremd ist. Wir erstaunen, „metallische und erdige Massen,welche der Außenwelt, den himmlischen Räumen angehören,betasten, wiegen, chemisch zersetzen zu können"; in ihnen hei-mische Mineralien zu finden, die es wahrscheinlich machen,wie dies schon Newton vcrmuthete, daß Stoffe, welche zueiner Gruppe von Weltkörpern, zu einem Planetensysteme ge-hören, großcnthcils dieselben sind. 2
Die Kcnntniß von den ältesten, chronologisch sicher be-stimmten Aörolithenfällen verdanken wir dem Fleiß der allesregistrirenden Chinesen. Solche Nachrichten steigen bis indas Jahr 644 vor unsrer Zeitrechnung hinauf: also bis zuden Zeiten des Tyrtäus und des zweiten messenischen Kriegesder Spartaner, 176 Jahre vor dem Fall der ungeheuren Me-teormasse bei AcgoS Potamoi. Eduard Biot hat in Ma-tuan-lin, welcher Auszüge aus der astronomischen Sectio« derältesten Reichs-Annalen enthält, für die Epoche von der Mittedes 7ten Jahrhunderts vor Chr. bis 333 Jahre nach Chr.16 Aörolithenfälle aufgefunden: während daß griechische undrömische Schriftsteller für denselben Zeitraum nur 4 solcheErscheinungen anführen.
Merkwürdig ist es, daß die ionische Schule früh schon,übereinstimmend mit unsren jetzigen Meinungen, den kosmi-