Druckschrift 
3 (1850)
Entstehung
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Meinungen trennt, die Einzelheiten prüft: aber nicht als un-gewiß und schlecht beobachtet alleS verwirft, was man jetztnoch nicht zu erklären weiß. Am wichtigsten scheint mir Ab-sonderung der physischen Verhältnisse von den, im ganzensicherer zu ergründenden, geometrischen und Zahlen-Ver-hältnissen. Zu der letzteren Classe gehören: Höhe; Geschwin-digkeit; Einheit oder Mehrfachheit der Ausgangspunkte beierkannter Radiation; mittlere Zahl der Feuermeteore in spo-radischen oder periodischen Erscheinungen, nach Frequenzauf dasselbe Zeitmaaß reducirt; Größe und Gestaltung, inZusammenhang mit den Jahreszeiten oder mit den Abständenvon der Mitte der Nacht betrachtet. Die Ergründung beiderArten von Verhältnissen, der physischen wie der geome-trischen, wird allmälig zu einem und demselben Ziele, zugenetischen Betrachtungen über die innere Natur der Er-scheinung, führen.

Ich habe schon früher darauf hingewiesen, daß wir imganzen mit den Welträumen und dem, waö sie erfüllt, nurin Verkehr stehen durch licht- und wärmeerrcgendcSchwingungen; wie durch die geheimnißvollcn Anziehungs-kräfte, welche ferne Massen (Weltkörper) nach der Quantitätihrer Körpertheilchen auf unseren Erdball, dessen Oeeane undLuftumhüllung ausüben. Die Lichtschwingung, welche vondem kleinsten telescopischen Firsterne, aus einem auflös-lichcn Nebelflecke ausgeht, und für die unser Auge empfäng-lich ist, bringt uns (wie es die sichere Kenntniß von der Ge-schwindigkeit und Aberration des Lichtes mathematischdarthut) ein Zeugniß von dem ältesten Dasein derMaterieJ Ein Licht-Eindruck aus den Tiefen der stern-gefüllten Himmelsräumc führt uns mittelst einer einfachen

?l. v. Humboldt, KoömoS IN. Z8