V.
Sternschnuppen, Feuerkugeln nnd Meteorsteine.
Seit dem Frühjahr 1845, in dem ich das Naturge-mälde oder die allgemeine Uebersicht kosmischer Erscheinungenherausgegeben, sind die früheren Resultate der Beobachtungvon Aörolithenfällen und periodischen Sternschnuppenströmenmannigfaltig erweitert und berichtigt worden. Vieles wurdeeiner strengeren und sorgfältigeren Kritik unterworfen: beson-ders die, für das Ganze des räthselhaftcn Phänomens sowichtige Erörterung der Radiation, d. h. der Lage derAusgangspunkte in den wiederkehrenden Epochen der Stern-schnuppenschwärme. Auch ist die Zahl solcher Epochen, vonwelchen lange die August- und die November-Periodeallein die Aufmerksamkeit aus sich zogen, durch neuere Beob-achtungen vermehrt worden, deren Resultate einen hohen Gradder Wahrscheinlichkeit darbieten. Man ist durch die verdienst-vollen Bemühungen, zuerst von Brandes, Benzenberg, OlberSund Besse!; später von Erman, Boguölawski, Quetelet,Feldt, Saigep, Eduard Heis und Julius Schmidt: zu ge-naueren correspondircnden Messungen übergegangen; und einmehr verbreiteter mathematischer Sinn hat es schwieriger ge-macht, durch Selbsttäuschung einem vorgefaßten Theorem un-sichere Beobachtungen anzupassen.
Die Fortschritte in dem Studium der Feuermeteore wer-den um so schneller sein, als man unparthciisch Thatsachen von