Druckschrift 
3 (1850)
Entstehung
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508
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Eine überaus merkwürdige und räthselhafte Erscheinung,welche die Oberfläche unseres Satelliten darbietet, und welchenur optisch einen Licht- Nester, nicht hypsometrisch eine Höhen-verschiedenheit betrifft, sind die schmalen Lichtstreisen, diein schräger Beleuchtung verschwinden, im Vollmonde aber,ganz im Gegensatz mit den Mondflecken, als Strahlen-Systeme am sichtbarsten werden. Sie sind nicht Bergadern,werfen keinen Schatten, und laufen in gleicher Intensität desLichtes aus den Ebenen bis zu Höhen von mehr als zwölf-tauscnd Fuß. Das ausgedehnteste dieser Strahlen-Systemegeht von Tycho aus, wo man mehr als hundert, meistenseinige Meilen breite, Lichtstreifen unterscheiden kann. AehnlicheSysteme, welche den Aristarch, Kepler, Copernicusund die Karpathen umgeben, stehen fast alle in Zusam-menhang unter einander. Es ist schwer, durch Analogienund Jnduction geleitet, zu ahnden, welche specielle Ver-änderung des BodenS diese leuchtenden, von gewissen Ning-gebirgen ausgehenden, bandartigen, lichtvollen Strahlenveranlaßt.

Der mehrfach erwähnte, auf der Mondscheibe fast überallherrschende Typus kreisförmiger Gestaltung (in den Wall-ebenen, die oft Centralberge umschließen; in den großenRinggcbirgen und ihren Kratern, deren in Bayer 22,in Albatcgnius 33 an einander gedrängt gezählt werden)mußte einen tiefen Denker wie Robert Hooke früh schon ver-anlassen eine solche Form der Neaction des Innerendeö Mondkörpcrs gegen das Aeußere,der Wirkungunterirdischer Feuer und elastischer, durchbrechender Dämpfe,ja einer Ebullition in aufbrechenden Blasen" zuzuschreiben.Versuche mit verdickten siedenden Kalk-Auflösungen schienen