Druckschrift 
3 (1850)
Entstehung
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506
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Nui'v brigoris; und bietet derselbe dadurch, wie der ganzeebene nordöstliche Raum, bloß einige isolirte ringförmige Berge(Plato, Mairan, Aristarch, Copernicus und Kep-ler) umschließend, einen großen Kontrast mit dem ganz ge-birgigen Südpol. An diesem glänzen hohe Gipfel, im eigent-lichsten Sinne des Worts, ganze Lunationen hindurch inewigem Lichte; es sind wahre Lichtinseln, die schon beischwacher Vergrößerung erkannt »Verden.

Als Ausnahmen von diesem, auf dem Monde so allge-mein herrschenden Typus kreis- und ringförmiger Gestaltungtreten wirkliche Gebirgsketten fast in der Mitte der nörd-lichen Mondhälfte (Apenninen, Kaukasus und Alpen)auf. Sie ziehen sich von Süden gegen Norden, in einenflachen Bogen etwaö westlich gekrümmt, durch fast 32 Breiten-grade. Zahllose Bergrücken und zum Theil überaus spitzeGipfel drängen sich hier zusammen. Wenige Ringgebirgeoder kraterartigc Vertiefungen (Conon, Hadley,Calip-pus) sind eingemengt, und das Ganze gleicht mehr der Ge-staltung unserer Bergketten auf der Erde. Die Mond-Alpen,welche an Höhe dem Kaukasus und den Apenninendes Mondes nachstehen, bieten ein wunderbar breites Queer-thal, das die Kette von SO gegen NW durchschneidet, dar. ist von Gipfeln umgeben, welche die Höhe des Pics vonTeneriffa übertreffen.

Die relative Höhe der Erhebungen im Verhältniß zu denDurchmessern des Mondes und der Erde giebt das merkwür-dige Resultat: daß, da bei dem ckmal kleineren Satellitendie höchsten Gipfel nur 600 Toisen niedriger als die derErde sind, die Mondberge die Berge auf der Erde aber^ des planetarischen Durchmessers betragen.^ Unter den l095