Druckschrift 
3 (1850)
Entstehung
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es bedecken, sind überaus räthselhaft. So wie nördlich vomAlpengebirge eine große Wallebene, Plato (bei HcvelKaous niger major genannt), und noch mehr Grimaldi inder Aequatorial-Gegend und Endymion am nordwestlichenRande, die drei dunkelsten Stellen der ganzen Mondscheibesind; so ist Aristarch mit seinen in der Nachtseite bisweilenfast sternartig leuchtenden Punkten die hellste und glänzendstederselben. Alle diese Abwechselungen von Schatten und Lichtassiciren eine iodirte Platte, und werden in Daguerreotyp enunter starker Vergrößerung mit wunderbarer Treue dargestellt.Ich besitze selbst ein solches Mond-Lichtbild von zwei ZollDurchmesser, in welchem man die sogenannten Meere undRinggebirge deutlich erkennt; es ist von einem ausgezeichnetenKünstler, Herrn Whipple zu Boston, angefertigt.

Wenn nun schon in einigen der Meere jErisium,renitatis und Humorum) die Kreisform auffallend ist; sowiederholt sich dieselbe noch mehr, ja fast allgemein, in demgebirgigen Theile der Mondscheibe: besonders in der Gestal-tung der ungeheuren Gebirgsmassen, welche die südliche Halb-kugel (vom Pole bis gegen den Aequator hin, wo die Massein eine Spitze ausläuft) erfüllen. Viele der ringförmigenErhebungen und Wallebenen (die größten haben nach Lohr-mann über tausend Quadratmeilen) bilden zusammenhangendeReihen, und zwar in der Meridian-Richtung, zwischen5° und 40" südlicher Breite.^ Die nördliche Polargegendenthält Vergleichungsweise nur in sehr geringem Maaße diesezusammengedrängten Bergringe. Sie bilden dagegen in demwestlichen Rande der nördlichen Halbkugel zwischen 20 und50 Grad nördlicher Breite eine zusammenhangende Gruppe.Dem Nordpol selbst nahet sich bis auf wenige Grade das