und Wiedererscheine», und dann ein abermaliges Verschwindenbei einer Oceultation gesehen habe, mögen Wohl den Eintritt aneinem zufällig durch Bcrgabfälle und tiefe Klüfte verunstaltetenMondrand bezeichnen.
Die großen Unterschiede des Licht-Reflexes in den ein-zelnen Regionen der erleuchteten Mondscheibe, und besondersder Mangel scharfer Abgrenzung in den Mondphasen an deminneren Rande gegen den aschfarbenen Theil hin, erzeugtenin der frühesten Zeit schon einige verständige Ansichten überdie Unebenheiten der Oberfläche unseres Satelliten. Plutarchin der kleinen, aber sehr merkwürdigen Schrift vom Gesichtim Monde sagt ausdrücklich: daß man in den Fleckentheils tiefe Klüfte und Thäler, theils Berggipfel ahnden könne,„welche lange Schatten wie der Athos werfen, der mit demseinigen Lemnoö erreicht".^ Die Flecken bedecken ohngefähr2/z der ganzen Scheibe. Mit bloßen Augen sind unter gün-stigen Verhältnissen in der Stellung des Mondes bei derHeiterkeit unserer Atmosphäre erkennbar: der Rücken des Hoch-landes der Apennin en, die dunkle Wallebene Grimaldi,das abgeschlossene Nsrs Urwium, der von vielen Bergrückenund Kratern umdrängte Thcho. ^ Nicht ohne Wahrschein-lichkeit ist behauptet worden, daß es besonders der Anblickder Apenninen-Kette gewesen sei, welcher die Griechenveranlaßt habe die Mondflecken für Berge zu halten und da-bei, wie eben bemerkt, des Schattens des Athos zu ge-denken , welcher in den Solstitien die eherne Kuh auf Lemnoserreichte. Eine andere, sehr phantastische Meinung über dieMondflecken war die, von Plutarch bestrittene, des Agesianar,nach welcher die Mondscheibe, gleich einem Spiegel, die Ge-stalt und Umrisse unserer kontinente und des äußeren