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3 (1850)
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von polarisirtem Lichte bemerkt; aber während einer totalenMondfinsterniß (31 Mai 1848) hat Arago in der roth ge-wordenen Mondscheibe (einem Phänomen, von dem wir Weiterunten sprechen werden) unzweifelhafte Zeichen der Polarisationwahrgenommen (Uomgtes renckus 7) XVIIl. p, 1119).

Daß das Mondlicht wärme erzeugend ist, gehört, wieso viele andere meines berühmten Freundes Melloni, zu den wich-tigsten und überraschendsten Entdeckungen unseres Jahrhunderts.Nach vielen vergeblichen Versuchen, von La Hire an bis zu denendes scharfsinnigen Fordes ist es Melloni geglückt, mittelsteiner Linse slentüls a öellelons) von drei Fuß Durchmesser, diefür das meteorologische Institut am Vesuv-Kegel bestimmt war,bei verschiedenen Wechseln des Mondes die befriedigendstenResultate der Temperatur-Erhöhung zu beobachten. Mosotti-Lavagna und Belli, Professoren der Universitäten Pisa undPavia, waren Zeugen dieser Versuche, die nach MaaßgabedcS Alters und der Höhe des Mondes verschieden ausfielen.Wie viel die Quantität der Temperatur-Erhöhung, welcheMelloni'ö thermoscopische Säule erzeugte, in Bruchtheilen eineshunderttheiligen Thermometergrades ausgedrückt, betrage, wurdedamals (Sommer 1846) noch nicht ergründet.^

Das aschgraue Licht, in welchem ein Thcil der Mond-scheibe leuchtet, wenn einige Tage vor oder nach dem Neu-monde sie nur eine schmale, von der Sonne erleuchtete Sicheldarbietet, ist Er den licht im Monde,der Wiederscheineines Wiederschcins". Je weniger der Mond für die Erdeerleuchtet erscheint, desto mehr ist erleuchtend die Erde für denMond. Unser Planet bescheint aber den Mond liU/gnal stärker,als der Mond seinerseits ihn erleuchtet; und dieser Scheinist hell genug, um durch abermalige Neflerion von unS

er Humboldt. Aosmoö, III, 32