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Sonne nehmen muß, ist es nicht selten schwer die Mond-scheibe zwischen den licht-intensiveren Haufenwolkcn zu erken-nen. Auf Berghohen, die zwischen zwölf- und scchzehntausendFuß hoch liegen, da wo bei heiterer Berglust nur federartigcrCirrus am Himmelsgewölbe zu sehen ist, wurde mir dasAufsuchen der Mondscheibe um vieles leichter, weil der Cirrusseiner lockeren Beschaffenheit nach weniger Sonnenlicht reflec-tirt und das Mondlicht auf seinein Wege durch dünne Luft-schichten minder geschwächt ist. Das Verhältniß der Lichtstärkeder Sonne zu der des Vollmondes verdient eine neue Unter-suchung, da Bouguer's, überall angenommene Bestimmung(gö^öZ) ^ auffallend von der, freilich unwahrscheinlicheren,Wollaston's abweicht. ^
Das gelbe Mondlicht erscheint bei Tage weiß, weil 1?ieblauen Lustschichten, durch welche wir es sehen, die komple-mentär-Farbe zum Gelb darbieten.^ Nach den vielfachenBeobachtungen, die Arago mit seinem Polariscop angestellt, istin dem Mondlichte polarisirtes Licht enthalten: am deutlich-sten im ersten Viertel und in den grauen Mondflccken; z. B.in der großen, dunklen, bisweilen etwas grünlichen, WallebcnedeS sogenannten Nora krisium. Solche Wallebcncn sind meistmit Bergadcrn durchzogen, deren polyedrische Gestalt diejenigenJnclinationö-Winkel der Flächen darbietet, welche zur Polari-sation dcö rcflcctirten Sonnenlichts erforderlich sind. Derdunkle Farbcnton der Umgegend scheint dazu durch Kontrastdie Erscheinung noch bemerkbarer zu machen. Was den leuch-tenden Ccntralberg der Gruppe Aristarch betrifft, an demman mehrmals thätigen Vulcanismus zu bemerken wähnte, sohat derselbe keine stärkere Polarisation des Lichts gezeigt alsandere Mondtheile. In dem Vollmond wird keine Beimischimg