399
Versuche erwiesen worden. Das Bild der Somw und einesgroßen Sonnenfleckens wurden auf einen Schirm projicirtund die Wärme-Unterschiede mittelst eines thermo-electrischcnApparats gemessen.^
Sei es, daß die Wärmestrahlen sich von den Lichtstrahlendurch andere Längen der Transversal-Schwingungen desAetherö unterscheiden; oder, mit den Lichtstrahlen identisch,nur in einer gewissen Geschwindigkeit von Schwingungen,welche sehr hohe Temperaturen erzeugt, in unseren Organendie Lichtcmpfindung hervorbringen: so kann die Sonnedoch, als Hauptquelle deö Lichts und der Wärme, auf unseremPlaneten, besonders in dessen gasartiger Umhüllung, im Luft-kreise, magnetische Kräfte hervorrufen und beleben. Diefrühe Kenntniß thermo-electrischcr Erscheinungen in krystalli-sirten Körpern (Turmalin, Boracit, Topas) und Oersted'sgroße Entdeckung (1820), nach welcher jeder von Electricitätdurchströmte Leiter während der Dauer des elektrischen Stromesbestimmte Einwirkung auf die Magnetnadel hat, offenbartenfactisch den Verkehr zwischen Wärme, Electricität und Magne-tismus. Auf die Idee solcher Verwandtschaft gestützt, stellteder geistreiche Ampöre, der allen Magnetismus elektrischenStrömungen zuschrieb, welche in einer senkrecht auf die Achsender Magnete gerichteten Ebene liegen, die Hypothese auf: daßder Erdmagnetismus (die magnetische Ladung des Erd-körpers) durch elcctrische Strömungen erzeugt werde, welcheden Planeten von Ost nach West umfließen; ja daß diestündlichen Variationen der magnetischen Declination deshalbFolge der mit dem Sonnenstand wechselnden Wärme, als desErregers der Strömungen, sei. Die thermo - magnetischenVersuche von Seebeck, in welchen Temperatur-Differenzen in